Die 30-Jährige trifft am Donnerstag im Viertelfinale auf die zweimalige Wimbledonsiegerin Petra Kvitova (Tschechien/Nr. 5), die 2015 in der Olympiastadt erfolgreich war, oder die Taiwanesin Hsieh Su-Wei. Kerber hatte die seit 1885 ausgetragene Einzelkonkurrenz im Vorjahr erstmals gewonnen, 2014 stand sie im Finale.
"Ich freue mich so, wieder hier zu sein", sagte Kerber im Interview auf dem Platz, "es ist nie einfach, gegen Camila zu spielen. Sie ist immer gefährlich. Ich habe versucht, den Ball im Spiel zu halten." An diesem Tag eine Erfolgsformel, denn Giorgi machte dreimal so viele unerzwungene Fehler wie ihre Gegnerin (39:13).
Kerber haderte gegen die hart schlagende Italienerin Giorgi zunächst immer wieder mit ihrem Spiel. Nach gewonnenem ersten Satz blickte sie schon beinahe flehend in den Himmel über Sydney. Auf der Tribüne verfolgte ihr neuer Coach Rainer Schüttler das Geschehen.
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In beiden Sätzen geriet Kerber durch ein Break in Rückstand, doch beide Male machte sie den Aufschlagverlust umgehend wieder wett. Im zweiten Durchgang legte sie mit einem zweiten Break zum 4:2 nach und verwandelte nach 1:45 Stunden ihren zweiten Matchball zum neuerlichen Break.
Kerber ist damit im Tennis-Jahr 2019 weiter unbesiegt. Beim Hopman Cup in Perth hatte sie ihre vier Einzel gewonnen, für sie eine "perfekte Vorbereitung" auf die am 14. Januar beginnenden Australian Open. Dort hatte Deutschlands Sportlerin des Jahres 2016 ihren ersten Grand-Slam-Titel gewonnen und ihrem Aufstieg zur Nummer eins der Tennis-Welt einen gewaltigen Schub verliehen.
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