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WTA Finals: Angelique Kerber angeschlagen, aber kampflustig vor Halbfinale
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Publiziert 28/10/2016 um 14:11 GMT+2 Uhr
Leicht angeschlagen geht Angelique Kerber ins Halbfinale des WTA-Finals in Singapur. Doch sie will alle restlichen Reserven mobilisieren, um die Saison mit einem weiteren großen Titel zu krönen. Ich habe fast immer den gleichen Ablauf und werde das auch nicht ändern", kündigte Kerber vor ihrem Halbfinal-Debüt beim Saison-Abschlussturnier am Samstag (13:30 Uhr im Liveticker bei Eurosport.de) an.
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Fotocredit: Eurosport
Die Gegnerin der Weltranglistenersten wird entweder Titelverteidigerin Agnieszka Radwanska (Polen/Nr. 2) oder die Tschechin Karolina Pliskova (Nr. 4) sein. Beide kämpften im direkten Duell um den letzten noch freien Platz in der Vorschlussrunde.
Kerber indes nutzte den spielfreien Tag für ein Training mit Coach Torben Beltz. Die 28-Jährige wurde dabei immer noch von einem kleinen Schnupfen geplagt. "Das kam wohl durch die Klimaanlagen hier. Draußen ist es sehr warm - und drin ist es kalt", sagte die US-Open-Siegerin, die sich aber wenig Sorgen machte:
Dass sie vor dem Halbfinale im Gegensatz zu ihrer Gegnerin einen freien Tag hatte, ist für Kerber nicht relevant. "Das kann gut, aber auch schlecht sein. Wenn man einen guten Lauf hat, kann man durchaus zwei, drei Tage in Folge sehr gut spielen", meinte "Angie", die nach ihrer märchenhaften Saison auf dem besten Weg ist, auch zum globalen Medienstar aufzusteigen.
"Ich musste das Nein-Sagen lernen"
Ein Kontrakt mit einer Versicherung wurde vor einigen Wochen abgeschlossen. Zwei, drei weitere Verträge mit großen und weltweit operierenden Sponsoren - für eine Marke wirbt auch Superstar Roger Federer - sind in der "Pipeline". Bei den Sportlerwahlen und TV-Jahresrückblicken wird die zweimalige Grand-Slam-Siegerin nach ihrem zweiwöchigen Urlaub bis Mitte November omnipräsent sein.
Trotz des Durchbruchs und ihrer enormen Entwicklung auf und abseits des Courts gibt sich Kerber aber weiterhin angenehm bodenständig.
Trotz des Rummels um ihre Person ist Bescheidenheit noch immer ein prägender Charakterzug der gereiften Kielerin. Im abschließenden Gruppenspiel gegen Madison Keys (6:3, 6:3) befanden sich unter anderem die Tennis-Ikonen Martina Navratilova, Chris Evert und Monica Seles im Publikum. "Ich habe nur einmal rübergeguckt und all die großartigen Legenden und Champions dort sitzen sehen", erzählte Kerber und verriet: "Es fühlt sich wirklich großartig an, dass sie mir zugucken."
Besonders Evert und Seles schwärmen von der Linkshänderin. "Angie wird noch mehr Grand Slams gewinnen. Es ist beeindruckend, was sie für eine Konstanz zeigt", lobte Seles, während sich auch Evert als Kerber-Fan zeigte:
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