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Remis im Tischtennis: Experimente vom Weltverband ITTF stoßen bei Jörg Roßkopf auf Widerstand

Eurosport
VonEurosport

Publiziert 12/04/2024 um 13:03 GMT+2 Uhr

Die Experimente im Tischtennis gehen weiter. Beim Comeback des traditionsreichen Weltcups ab Montag in Macao probiert der Weltverband ITTF in der Vorrunde erstmals im Profi-Bereich die Möglichkeit von Unentschieden aus, ehe danach in der K.o.-Phase einmal wieder wie schon bei den WTT-Turnieren nach einem anderen System als zuvor in den Gruppen gespielt wird. Doch das Projekt stößt auf Widerstand.

Jörg Roßkopf

Fotocredit: Imago

Bundestrainer Jörg Roßkopf begegnet den fortgesetzten Versuchen und Testballons auf Spitzenniveau nur noch mit Unverständnis.
"Was soll man dazu noch sagen? Bei der ITTF und WTT muss man sich mittlerweile auf alles einstellen. Da hat sich irgendjemand wohl vor allem überlegt, wie man die Leute am meisten verunsichern kann", sagte der Ex-Weltmeister dem "SID" am Freitag kurz vor seinem Abflug in die chinesische Sonderverwaltungszone.
Bei dem mit einer Million Dollar dotierten Eliteturnier gehören aus Roßkopfs Nationalteam Europameister Dan Qiu (Düsseldorf) und Benedikt Duda (Bergneustadt) zu den Versuchskaninchen.
Die ehemaligen Weltcup-Gewinner Timo Boll (Düsseldorf) und Dimitrij Ovtcharov (Neu-Ulm) sowie Champions-League-Sieger Patrick Franziska (Saarbrücken) hatten ihre Teilnahme abgesagt.

Roßkopf: "Das hat es noch nie gegeben"

In Macao laufen sämtliche Gruppenspiele über vier Sätze. Dadurch sind neben 4:0- und 3:1-Erfolgen auch 2:2-Remis möglich. Die Ermittlung der Gruppensieger und Achtelfinalteilnehmer erfolgt durch die Bildung einer Erfolgsquote nach Sätzen oder gar einzelnen Punkten. Ab der Runde der besten 16 gilt das Best-of-seven-System.
"Das hat es noch nie gegeben. Wie will ich jemandem noch vermitteln, dass Dang in der Gruppe gegen XY 2:2 gespielt hat, aber ab dem Achtelfinale vier Sätze für einen Sieg benötigt?", erwartet Roßkopf vor dem ersten Weltcup nach dreijähriger Unterbrechung neue Akzeptanzprobleme beim Publikum.
Generell kann der frühere Europameister den fortgesetzten Schlingerkurs im Regelbereich von Turnieren kaum noch nachvollziehen.
"Wenn man etwas nur verändert, weil man etwas verändern möchte, weiß ich nicht, was das soll. Es gibt andere und bessere Möglichkeiten, um die Spieldauer zu verkürzen, die allerdings das Spiel und seinen Charakter nicht verändern würden", meinte Roßkopf. Als eine Möglichkeit nannte Roßkopf die Einführung von Zeitlimits zwischen Ballwechseln.
(SID)
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