Völliges Chaos bei T100-Rennen in Dubai: Deutscher Noodt gewinnt kuriosen Triathlon - und dann doch nicht
Update 16/11/2025 um 11:35 GMT+1 Uhr
Chaos pur im vorletzten Saisonrennen der T100 Series in Dubai: Weil seine Konkurrenten Hayden Wilde und Morgan Pearson mit kuriosen Missgeschicken zu kämpfen hatte, sicherte sich der Deutsche Mika Noodt den Sieg im Triathlon über zwei Kilometer Schwimmen, 80 Kilometer Radfahren und 18 Kilometer Laufen - jedenfalls sah es zunächst so aus. Am Ende wurde das Ergebnis aber noch einmal korrigiert.
Noodt gewinnt kuriosen T100 in Dubai - oder doch nicht!?
Quelle: Eurosport
Beim Triathlon in Dubai in der T100 Series ist es am Samstag zu einem echten Kuriosum gekommen.
Weil Hayden Wilde in Führung liegend beim Radfahren zunächst eine Runde zu viel absolvierte und der späterer Spitzenreiter Morgan Pearson beim Laufen auch eine Runde mehr absolvierte als alle anderen, triumphierte am Ende überraschend der deutsche Profi Mika Noodt - aber nur vorläufig.
Noodt absolvierte die zwei Kilometer Schwimmen, 80 Kilometer Radfahren und (vermeintlichen) 18 Laufen in 3:07:30 Stunden und siegte damit scheinbar vor Vincent Luis aus Frankreich und dem Briten Samuel Dickinson.
Wie es dazu kam, war jedoch höchst umstritten. Pearson hatte die Zwei-Kilometer-Distanz im Wasser gemeinsam mit fünf Mitstreitern am schnellsten absolviert. Beim Radfahren schloss der T100-Gesamtführende Wilde jedoch auf und machte seinen Schwimmrückstand von knapp einer Minute wett.
Spitzentrio fährt eine Runde zu viel
Der Neuseeländer verschaffte sich mit Mathis Margirier (Frankreich) und Mitfavorit Marten van Riel aus Belgien einen erheblichen Vorsprung. Noodt machte ebenfalls einige Plätze gut, das Spitzentrio war jedoch auch ihm enteilt.
Dann ereignete sich der erste große Fauxpas des Tages: Nach acht Runden bog der führende Wilde nicht wie vorgesehen in die zweite Wechselzone ab, sondern blieb mit seinem Fahrrad auf der Strecke. Margrier und Van Riel folgten ihm - und das, obwohl sie von außen mit Winken und Rufen auf ihren Fehler hingewiesen worden waren.
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Fail im Triathlon: Spitzen-Trio verfährt sich
Quelle: Eurosport
Weil auch Noodt kurzzeitig verwirrt war, kam der Brite Dickinson als Erster in der Wechselzone an und zeigte sich einigermaßen verdutzt, dass die Fahrräder der Spitzengruppe nicht an ihren Plätzen standen.
Während Noodt noch umdrehte und wechselte, drehten Wilde, Margrier und Van Riel eine Zusatzrunde und büßten satte elf Minuten auf den neuen Führenden ein.
Noodt profitiert von Fauxpas - wird aber rückwirkend Zweiter
Noodt übernahm auf der Laufstrecke die Führung, allerdings rollte Lauf-Ass Pearson das Feld von hinten auf und überholte den Wolfsburger.
Der Weg zum Triumph schien für Pearson somit geebnet, doch dann kam es auch hier zu einem verheerenden Lapsus: Während der 32-Jährige im Zielbereich auf seine achte und letzte Runde ging, bogen hinter ihm mehrere Konkurrenten in den Zielkanal ab.
So war es der Darmstädter Mika Noodt, der nach nur sieben Runden plötzlich - merklich irritiert - als Erster durchs Ziel lief. Es wäre der erste Sieg für den 25-Jährigen in der T100 Series gewesen.
Pearsons Protest hat Erfolg
Doch es blieb nicht bei der Wertung. Denn: Wilde und Pearson waren im Nachgang einigermaßen frustriert über den Rennverlauf und legten Protest ein. Mit Erfolg - zumindest für Pearson, der rückwirkend zum Sieger erklärt wurde.
"Das war das kurioseste Rennen, das ich jemals bestritten habe und die verrücktesten Stunden nach einem Wettbewerb", leitete Noodt ein Video auf seinem Instagram-Kanal im Nachgang ein: "Das Wichtigste zuerst: Ich bin Zweiter geworden. Sie haben nun die Zeit genommen, die Morgan ins Ziel gebraucht hätte, wenn er nicht abgebogen wäre."
Noodt weiter: "Mir tut es sehr leid für Hayden, Marten und Mathis. Sie waren heute ehrlicherweise stärker als ich, haben aber leider eine Runde zu viel beim Radfahren absolviert. Ich habe etwas gemischte Gefühle: Ich bin einerseits happy mit dem Ergebnis, andererseits finde ich es für die anderen Jungs schade."
Rundenzähler verwirrt die Triathleten
Noodt erklärte, dass die Anzeige des Rundenzählers zeitweise nicht funktioniert habe. Die Professional Triathletes Organisation (PTO) brauchte rund drei Stunden für ihre Entscheidung und erkannte dann das Ergebnis nach sieben Laufrunden an - mit Pearson als Sieger. Hinter Noodt wurde Gregory Barnaby aus Italien als Dritter gewertet.
Für den US-Amerikaner war es der erste Sieg in der T100-Serie, Noodt wurde zum dritten Mal nach Wollongong und London Zweiter.
In der Gesamtwertung ist der Deutsche hinter Wilde und Weltmeister Jelle Geens (Belgien) Dritter. Die Entscheidung fällt am 13. Dezember beim Finale in Katar.
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Wieviele Runden habe ich? Pearson im Ziel komplett verwirrt
Quelle: Eurosport
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