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Frühere Ironman-Weltmeisterin Anne Haug beendet überraschend ihre Karriere: "Kann und will das nicht mehr"
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Publiziert 22/07/2025 um 16:53 GMT+2 Uhr
Die Ex-Ironman-Weltmeisterin Anne Haug beendet wenige Monate vor dem Jahreshöhepunkt auf Hawaii überraschend ihre Karriere. "Ich hatte mir ein Versprechen gegeben: Dass ich immer Plan A verfolge. Wenn Plan A irgendwann nicht mehr funktioniert, dann werden sich hoffentlich andere Türen öffnen. Genau da bin ich jetzt", erklärte die 42-Jährige, die mit gesundheitlichen Problemen kämpft, der "Welt".
Anne Haug bei einem ihrer Starts auf Hawaii
Fotocredit: SID
Die "Angst" vor genau diesem Moment beschäftigte Anne Haug seit Jahren. Jener Moment, in dem ihr der Kopf sage: "Nein, heute schaffe ich es nicht mehr, mich durchzuquälen", erklärte die Triathletin bewegt.
Und nun sei tatsächlich genau dieser Tag gekommen, an dem für sie feststehe: "Ich kann und will das nicht mehr." Mit 42 Jahren beendet die erste deutsche Ironman-Weltmeisterin überraschend ihre Karriere - und das nicht einmal drei Monate vor dem Jahreshöhepunkt auf Hawaii.
Ausschlaggebend war ihre Rennaufgabe beim Ironman Vitoria-Gasteiz in der Vorwoche. "Ich habe mir seit 20 Jahren die Regel auferlegt: Ich breche nie ein Rennen ab, egal wie hart es wird", betonte Haug im Interview mit der Welt: "Es war immer sehr klar: Wenn ich die Regel breche, ist es vorbei."
Sie habe sich in Spanien "unfähig gefühlt, überhaupt loszulaufen", führte die Bayreutherin weiter aus: "Da ist etwas kaputtgegangen, das nicht mehr zu reparieren ist. Mein Wille ist in diesem Rennen zerbrochen."
Haug litt unter massiven Problemen
Diesem "schwarzen Tag" vorausgegangen waren in den vergangenen beiden Jahren allerdings massive gesundheitliche Probleme mit langwierigen Krankheiten, einer Entzündung der Schilddrüse, einer Thrombose im Auge oder einer Fußverletzung.
Seit der COVID-Zeit hatte sie zudem mit einer Corona-Diabetes zu kämpfen. Dazu kam bei der Vorjahres-WM in Nizza Pech mit einem technischen Defekt auf der Radstrecke, der sie in Topform ausbremste - und deshalb auch mental zurückwarf.
"Es ist hart, weil der Sport mein halbes Leben bestimmt hat", betonte Haug. 2019 hatte sie als erste deutsche Frau die Ironman-WM auf Hawaii gewonnen und damit ihren größten Karriereerfolg gefeiert.
Mit dem zweiten Platz 2023 und ihrem dritten Rang 2022 komplettierte sie ihren WM-Medaillensatz. Die Challenge Roth gewann die laufstarke Athletin gleich dreimal, bei ihrem letzten Auftritt dort im Jahr 2024 stellte sie gar eine Weltbestzeit auf. Die Marke von 8:02:38 Stunden ist bis heute ungebrochen.
Haug hört auf: "Nicht weniger als Weltklasse"
Doch nach dieser historischen Leistung ging bei der Olympiateilnehmerin von 2012 und 2016 gar nichts mehr. "Wie ein Kaugummi" habe sich die Zeit seitdem gezogen. Sie habe immer geglaubt, "dass man ein gewisses Repertoire an Kraft zur Verfügung hat. Aber irgendwann sind sowohl die mentalen als auch die physischen Batterien anscheinend aufgebraucht".
Ein finaler Auftritt auf Hawaii mit begrenzten Erfolgsaussichten habe sie nicht gereizt, ohnehin hatte ihr der Leistungsnachweis dafür in 2025 noch gefehlt.
Sie sei derart ehrgeizig, dass sie ihren Sport, ihre große Leidenschaft "nicht für weniger als Weltklasse mache", erklärte die Triathletin des LAZ Saarbrücken.
Nun beginne "etwas Neues, und das bedeutet eine gewisse Unsicherheit". Sie glaube aber, "dass alles im Leben seinen Sinn hat". Auch wenn sie den erst später entdecken wird.
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(SID)
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Haug exklusiv: "Weltranglistenerste bedeutet mir wahnsinnig viel"
Quelle: Eurosport
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