EM in Paris - Lena Hentschel/Luis Avila Sanchez holen Bronze im Mixed-Synchronspringen vom Drei-Meter-Brett

Die Wasserspringer Lena Hentschel und Luis Avila Sanchez haben bei der Schwimm-EM in Paris für die nächste deutsche Medaille gesorgt. Das Berliner Duo verpasste im Mixed-Synchronwettbewerb vom 3-m-Brett am Sonntagabend zwar die Titelverteidigung, sicherte sich mit 284,19 Punkten jedoch Bronze und bescherte dem Deutschen Schwimm-Verband (DSV) am dritten Wettkampftag das insgesamt dritte Edelmetall.

Berliner Duo: Avila Sanchez (l.) und Hentschel (r.)

Fotocredit: SID

Lena Hentschel kletterte aus dem Becken und warf noch einen kurzen Blick auf die Anzeigetafel, bevor sie ihren Synchronpartner Luis Avila Sanchez mit einem zufriedenen Lächeln im Gesicht umarmte. Die Erleichterung nach dem geglückten letzten Versuch war bei Deutschlands Top-Wasserspringerin spürbar. EM-Gold wurde es in Paris vom 3-m-Brett dieses Mal zwar nicht, die Freude über Bronze trübte das aber kaum.
"Natürlich wäre die Titelverteidigung wunderschön gewesen, aber mit Bronze bei so einem starken Feld hier rauszugehen, ist das, was wir uns vorgenommen haben. Wir freuen uns sehr", sagte Hentschel, für die es nach dem verpatzten Auftakt im Teamwettbewerb die erste Medaille im zweiten Anlauf im Centre Aquatique Olympique war. "Man schaut immer Richtung Gold", meinte auch Avila Sanchez, aber "wir sind zufrieden mit Bronze".
Im vergangenen Jahr hatte sich das damals noch neue Duo gleich beim ersten gemeinsamen Auftritt auf der internationalen Bühne den Titel im türkischen Belek gesichert. In Paris mussten sich die Berliner mit 284,19 Punkten am Ende hinter Matteo Santoro und Chiara Pellacani aus Italien (305,85 Punkte) und den Russen Ilia Molchanov und Elisaveta Kusina (286,17), die unter neutraler Flagge starteten, einreihen.
Doch Hentschel war das egal. Nach dem wackligen zweiten Durchgang war das Duo zwischenzeitlich auf Platz acht zurückgefallen, kämpfte sich aber zurück. "Wir haben richtig gut durchgezogen, da können wir stolz auf uns sein", betonte die Olympiadritte von 2021.

Hentschel im Einzel ohne Chance

Vor allem, weil bereits ihr Start in die Wettkämpfe am Freitag missglückt war. Ausgerechnet die erfahrenste Athletin im DSV-Aufgebot hatte im ersten Durchgang des Mixed-Team-Wettbewerbs gepatzt. Auch ihre Mitstreiter Moritz Wesemann, Pauline Pfeif und Jaden Eikermann hatten Nerven gezeigt - am Ende hatte ein enttäuschender siebter Platz zu Buche gestanden.
Davon ließ sich Hentschel am späten Sonntagabend offenbar nicht beirren und bescherte dem deutschen Team gemeinsam mit Avila Sanchez am dritten Wettkampftag die insgesamt dritte Medaille.
Knapp eine Stunde später sprang sie wieder ins Becken. Am Ende eines Marathon-Tages mit Synchronwettbewerb und Einzelstart inklusive Vorkampf reichte es vom 1-m-Brett aber nur noch für Platz zehn (227,95 Punkte).

Siegerehrung bringt Lächeln zurück

"Das war wirklich nicht das, was ich mir vorgestellt hatte", gab Hentschel zu. Am Tag zuvor habe sie noch bei ihrem Teamkollegen Wesemann mitgefiebert, der sich in dieser Disziplin zum Europameister gekrönt hatte, Vizeweltmeisterin Pfeif hatte mit Elena Wassen kurz zuvor Silber vom Turm gewonnen.
Die Siegerehrung im Synchronwettbewerb habe ihr jedoch wieder "ein Lächeln ins Gesicht gezaubert", sagte Hentschel, die in der französischen Hauptstadt aber noch von weiteren Medaillen träumen kann. Die 25-Jährige geht sowohl im Einzel als auch mit Jette Müller im Synchronwettbewerb noch vom 3-m-Brett an den Start.
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(SID)
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Quelle: Eurosport


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