FIS führt Geschlechtertest im Wintersport nach Vorbild der Leichtathletik ein - "zum Schutz des Frauensports"

Der Ski-Weltverband FIS hat die Einführung von Geschlechtertests für die kommende Saison beschlossen. Künftig dürfen nur noch Athletinnen mit einem negativen SRY-Test an den Wettkämpfen teilnehmen, die auch in der Leichtathletik zum Einsatz kommen. Dies beschloss das FIS-Council nach vorangegangenen Beratungen mit Genetik-Experten, berichtete die Schweizer Nachrichtenagentur "SDA".

FIS ordnet Geschlechtertests im Frauen-Skisport an

Fotocredit: Getty Images

"Diese Richtlinie ist der Eckpfeiler unseres Engagements zum Schutz des Frauensports, und wir sind überzeugt, dass es nur einen fairen und transparenten Weg gibt, dies zu erreichen: Indem wir uns auf wissenschaftliche und biologische Fakten stützen", wird FIS-Präsident Johan Eliasch zitiert.
Mit dem Test auf das SRY-Gen soll das Geschlecht eindeutig bestimmt werden können. Wie die Testung umgesetzt werden soll, werde nun mit Interessensgruppen und nationalen Verbänden ausgearbeitet.
In der Leichtathletik hatte der Weltverband vor der am Sonntag zu Ende gegangenen WM in Tokio erstmals von allen Athletinnen einen solchen Gentest verlangt.
Diese Tests sind von Athletinnen und Experten jedoch höchst umstritten. Der Genetiker Vincent Harley, der 1990 das SRY-Gen entdeckte, warnte ausdrücklich vor seiner Verwendung im Sport.
Die Aussagekraft wird in Zweifel gezogen, zudem wird der Einfluss in die Privatsphäre der Athletinnen kritisiert.
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Quelle: Eurosport


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