Eskalation beim Weltskiverband FIS: Geschäftsführer Urs Lehmann tritt zurück - Zerwürfnis mit Präsident Eliasch
Publiziert 05/06/2026 um 17:40 GMT+2 Uhr
Nicht einmal ein Jahr hatte Urs Lehmann das Amt als Geschäftsführer des Weltskiverbands FIS inne. Nun hat der 57-Jährige schon wieder gekündigt. Die Zusammenarbeit mit Präsident Johan Eliasch funktionierte nicht. Es war nicht das erste Zerwürfnis zwischen den beiden einstigen Rivalen. Lehmann zweifelte den Finanz-Haushalt des Weltverbands zuletzt an, in zwei Jahren sei die FIS pleite.
Urs Lehmann
Fotocredit: Getty Images
Erst im August war Urs Lehmann als Präsident des Schweizer Skiverbands zurückgetreten, um CEO des Weltverbands FIS zu werden. Nicht einmal ein Jahr später tritt er von diesem Posten wieder zurück.
Grund soll eine große Meinungsverschiedenheit mit Johan Eliasch sein. Der Präsident sieht den Finanzhaushalt der FIS im Reinen, für Lehmann sehe er miserabel aus, wie der 57-Jährige gegenüber der Schweizer Zeitung "Blick" angab.
Haushalte die FIS in diesem Maße weiter, sei man in zwei Jahren pleite. Die deutlichen Worte des Geschäftsführers hätten Eliasch nicht gefallen.
Die Zukunft des Präsidenten ist derzeit ungewiss: Am kommenden Donnerstag, 11. Juni, steht die Wahl in Belgrad an.
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Erst Abwahl von Eliasch könnte Lehmann wieder hoffen lassen
Der Sprecher des zurückgetretenen Geschäftsführer sagte dem "Blick": "Durch die jüngste Entwicklung gerät Urs Lehmann vor den Wahlen zwischen die Fronten, was er als CEO nicht verantworten kann."
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FIS- Präsident Johan Eliasch
Fotocredit: SID
Der Schweizer Skiverband bedauert den Rücktritt Lehmanns, man könne "seine Beweggründe aber nachvollziehen", zitiert der "Blick" den Verbandsboss Peter Barandun.
Man habe in Lehmanns Ernennung zum Geschäftsführer große Hoffnungen gesteckt. Sein Rückzug sei ein Beleg dafür, "dass Johan Eliasch als Präsident nicht mehr tragbar ist. Eliasch sieht sich als Alleinherrscher und redet besonders die desaströse finanzielle Situation der FIS unaufhörlich schön."
Eliasch ist schon länger umstritten. Für seine Wiederwahl ist der 64-Jährige Georgier geworden, da weder Großbritannien noch Schweden, dessen Staatsangehörtigkeit Eliasch besitzt, ihn noch einmal nominieren wollten.
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