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Lothar Matthäus über Bastian Schweinsteiger: "MLS kauft nicht mehr nur nach großen Namen ein"
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Publiziert 08/10/2016 um 18:41 GMT+2 Uhr
Lothar Matthäus bewertet etwaige Amerika-Pläne von Bastian Schweinsteiger kritisch. Anders als die DFB-Kapitäne Franz Beckenbauer und Matthäus selbst, die zum Abschluss ihrer Karrieren in den USA spielten, verfüge der bei Manchester United chancenlose Schweinsteiger nicht mehr über die nötige Fitness. "Die Zeiten sind vorbei, in denen die MLS nur nach großen Namen einkauft", findet Matthäus.
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Die deutschen Fußballikonen Franz Beckenbauer und Lothar Matthäus vollendeten ihre Karrieren in Amerika, mehr oder weniger erfolgreich. Beckenbauer reifte bei New York Cosmos zum Weltmann, endgültig, Matthäus hielt es bei den Metro Stars nicht lange aus.
Falls mit Bastian Schweinsteiger nun der dritte DFB-Kapitän gedenkt, zum Abschluss in die USA zu ziehen, hat er eine Option weniger - die New York Red Bulls, Nachfolgeklub der Metro Stars, bekunden kein Interesse.
Matthäus bedauert das, "es wäre eine schöne Geschichte für ihn gewesen, wenn er den gleichen Weg wie Beckenbauer und ich einschlagen hätte können, gerade in privater Hinsicht", sagt der Rekordnationalspieler zur "Sport Bild".
Fernab aller Folklore kann Matthäus nachvollziehen, dass die Red Bulls anders planen, ohne den 32-jährigen Schweinsteiger, kürzlich aus der Nationalelf zurückgetreten und bei Manchester United vermutlich ohne Aussicht auf Einsätze.
Matthäus: Pirlo und Lampard sind älter, aber fitter
Matthäus erkennt einen Wandel in der Ausrichtung der US-amerikanischen Profiliga Major League Soccer (MLS), er betont:
Der inzwischen 55-Jährige "würde Bastian dennoch wünschen, dass er den Schritt in die USA schafft. Es gibt ja noch genügend andere Klubs". Innerhalb des "Big Apple" dürfte es jedoch eng werden, obwohl der New York City FC schon die Legenden David Villa (34), Andrea Pirlo (37) und Frank Lampard (38) beschäftigt.
Matthäus konzentriert sich auf die beiden Mittelfeldspieler und urteilt recht rigoros:
Der Italiener und der Engländer hätten bei ihren vorherigen Stationen - Juventus Turin respektive Manchester City - die entsprechende Leistung aufs Feld gebracht, analysiert der Ex-Libero. Dagegen blieb von Schweinsteiger als frischester Eindruck lediglich sein "unglücklich verursachter Elfmeter im EM-Halbfinale" haften.
No lucky for Schweini…
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