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European Championships 2022 in München: Auf diese Deutschen sollte man achten
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Publiziert 10/08/2022 um 12:15 GMT+2 Uhr
Ab Donnerstag beginnen die European Championships in München. In neun verschiedenen Sportarten treten die besten Sportler Europas gegeneinander an und versuchen sich den Titel zu sichern. Auch die deutschen Sportler vwollen bei der Heim-EM Top-Leistungen erzielen und Medaillen gewinnen. Der "SID" stellt die großen Medaillenhoffnungen der deutschen Mannschaft vor.
Malaika Mihambo ist eine von den deutschen Hoffnungen auf eine Medaille bei der Heim-EM
Fotocredit: Getty Images
KIRA WALKENHORST (Beachvolleyball): Der sensationelle Gold-Triumph von Rio liegt sechs Jahre zurück, damals krönte sich die 31-Jährige gemeinsam mit Laura Ludwig zur Olympiasiegerin. Drei Jahre später folgte das jähe, verletzungsbedingte Karriereende - doch Schritt für Schritt kämpfte sie sich wieder zurück. Dank einer Wildcard startet die Beachvolleyballerin bei der Heim-EM an der Seite der ehemaligen Hallen-Nationalspielerin Louisa Lippmann. Nach der langen Leidenszeit dürfte die Teilnahme für Walkenhorst schon ein Erfolg sein - wie weit es allerdings für das neue Duo geht, bleibt abzuwarten.
SEBASTIAN BRENDEL (Kanu): Der Rennsport-König paddelte gerade erst bei der WM in Kanada zu seinem 13. Titel - und könnte diese stolze Marke nun auch bei Europameisterschaften erreichen. Nach der Enttäuschung im Einer bei den Sommerspielen in Tokio zählt der dreimalige Olympiasieger auch mit 34 Jahren vor allem im Zweier mit seinem WM-Goldpartner Tim Hecker nach wie vor zu den aussichtsreichsten Medaillenkandidaten.
ALEXANDER MEGOS (Klettern): Der Kunst-"Fels" ist nicht unbedingt sein bevorzugtes Revier, aber ein Superstar der Szene ist der Erlanger dennoch. Der 28-Jährige ist einer der besten Felskletterer der Welt, der Olympia-Neunte von Tokio, wo die Medaillen in der einmalig ausgetragenen Kombination (Bouldern, Lead und Speed) vergeben wurden, hat sich in der Szene längst den Ruf einer Legende erworben. Erst vor wenigen Tagen gelang ihm im Klettermekka Ceüse in den französischen Alpen die Erstbegehung der Route "Rastaman Vibrations" (Schwierigkeitsgrad mindestens 9b). Zuvor war er beim Weltcup in Briancon Dritter im Lead geworden.
LUKAS DAUSER (Kunstturnen): Europameisterschaften "dahoam" - für Lukas Dauser einer der wichtigsten Gründe, seine Karriere auch nach dem Gewinn der olympischen Silbermedaille am Barren im vergangenen Jahr in Tokio fortzusetzen. Denn diesmal werden die Eltern, seine beiden Schwestern und seine Verlobte Viktoria nicht nur gemeinsam vor dem Fernseher, sondern auf der Tribüne der Münchner Olympiahalle sitzen. Der 29-Jährige wurde im oberbayerischen Ebersberg geboren, seine turnerische Grundausbildung erhielt der Sportsoldat beim TSV Unterhaching.
Corona-Schock für Mihambo
MALAIKA MIHAMBO (Leichtathletik): Europameisterin, zwei Mal Weltmeisterin, Olympiasiegerin - die Überfliegerin muss längst niemandem mehr etwas beweisen. Mihambo springt nur noch für sich, und München soll vor den eigenen Fans noch einmal ein emotionales Highlight werden. Doch die Grande Dame der deutschen Leichtathletik zittert noch um ihren Start, nachdem sie zuletzt ihren WM-Titel verteidigt hat, infizierte sie sich mit dem Coronavirus - und konnte zehn Tage nicht trainieren. Ob es für Mihambo reicht? Sie wird jedenfalls alles versuchen, um wieder abheben zu können.
LISA BRENNAUER (Rad): Die Kemptnerin sagt in München "Servus". Nach anderthalb Jahrzehnten Weltklasse auf Bahn und Straße setzt Brennauer bei den Europameisterschaften den Schlusspunkt an eine herausragende Karriere. Noch einmal beweist sie dabei ihre enorme Vielseitigkeit: Auf der Bahn geht sie mit den anderen Mitgliedern des Goldvierers von Tokio (Weltrekord: 4:04,242 Minuten) auf Medaillenjagd. Auch auf der Straße ist Brennauer ein Top-Ergebnis zuzutrauen.
Heimspiel für Zeidler auf der Regattastrecke
OLIVER ZEIDLER (Rudern): Die Heim-EM ist für Zeidler etwas ganz Besonderes. Es gibt kaum jemanden, der die Regattastrecke in Oberschleißheim so gut kennt wie er. Der Einer-Weltmeister trainiert dort und verbindet zudem ganz besondere Erinnerungen mit der Olympiastätte von 1972. Denn damals, genau vor 50 Jahren, gewann sein Großvater Hans-Johann Färber dort mit dem legendären "Bullenvierer" Gold. Die Motivation ist riesig: Zeidler will nicht nur seinen EM-Titel erfolgreich verteidigen, er hofft auch auf Wiedergutmachung für die Olympia-Enttäuschung aus dem Vorjahr.
DANG QIU (Tischtennis): Idolen wie Timo Boll oder Jörg Roßkopf zum Trotz hat Dang Qiu im deutschen Tischtennis ein Alleinstellungsmerkmal: Der 25 Jahre alte Düsseldorfer ist der erste Nationalspieler mit der typisch chinesischen Penholder-Griffhaltung. Qiu machte zuletzt eine rasante Entwicklung, gewann EM-Gold erst im Mixed und später auch im Team, das Contender-Turnier in Peru, stieg in die Top 10 der Weltrangliste auf und holte kürzlich erstmals den DM-Titel. In München hat der Sohn von Chinas Ex-Studenten-Weltmeister Qiu Jianxin und Nationalspielerin Cheng Hong in Einzel, Doppel und Mixed gute Medaillenchancen.
LAURA LINDEMANN (Triathlon): Das Gefühl als Europameisterin kennt Laura Lindemann bestens. Im Vorjahr setzte sich die 26-Jährige in Kitzbühel auf der Sprintdistanz durch, nun soll auf der olympischen Distanz vor heimischer Kulisse die nächste Medaille folgen. Über 1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren sowie 10 km Laufen zählt die Potsdamerin am Freitag (17.15 Uhr) im Olympiapark zu den Favoritinnen. Auch am Sonntag in der Mixed Staffel soll Lindemann die deutsche Mannschaft aufs Podest führen.
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(SID)
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Quelle: Perform
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