UCI Track Champions League: Sprint-Star Harrie Lavreysen feiert das Event - "Wird gerade ein richtig großes Ding"

Die dritte Saison der UCI Track Champions League ist Geschichte - und mit ihr hat die Rennserie international endgültig den Durchbruch geschafft. Auch wenn aus Deutschland einige große Stars fehlten, standen die meisten internationalen Asse der Bahnrad-Szene auf Mallorca, in Berlin, in Saint-Quentin-en-Yvelines und in London am Start und lieferten vier Wochen lang eine grandiose Show ab.

Harter Kampf um Sprint-Krone: Die Highlights vom Samstag

Quelle: Eurosport

"Diese Saison war ein großer Erfolg. Die Rennen waren vom Anfang bis zum Ende spannend und ich denke wir haben mit dem Format 2023 einen guten Weg gefunden", freute sich TCL-Direktor Florian Piva nach dem großen Finale am Samstagabend in London.
"Die UCI Track Champions League ist im Bahnrad-Kalender jetzt voll angekommen und das zeigt sich auch darin, dass mehr und mehr Fans rauskommen, um zuzusehen. In Saint-Quentin-en-Yvelines waren fast 4000 Zuschauer im Velodrome. Und hier in London hatten wir zwei ausverkaufte Abende mit 11.000 voll involvierten Fans", so Piva.
Während positive Worte aus dem Mund der Verantwortlichen zu erwarten waren, unterstrich aber vor allem ein Statement von Sprint-League-Gesamtsieger Harrie Lavreysen im Interview kurz nach der Siegerehrung, dass das Standing der neuen Bahnrad-Rennserie seit ihrer Erstaustragung 2021 stetig steigt.
Als Bahnrad-Legende Sir Chris Hoy den Niederländer fragte, wo dieser Titel neben seinen acht EM- und 13 WM-Titeln sowie zwei Olympia-Goldmedaillen stehe, erklärte Lavreysen: "Die Champions League klettert in meinen Palmares - es ist eine große Sache inzwischen. Es ist natürlich schwer, Erfolge miteinander zu vergleichen. Aber ich bin wirklich glücklich, den Titel zurückgewonnen zu haben. Das hier beginnt gerade, ein wirklich großes Ding im Bahnradsport zu werden."
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Lavreysen mit perfektem Saison-Abschluss: Triumph im Keirin

Quelle: Eurosport

Bahnrad-Stars nehmen die UCITCL voll an

Die Bedeutung der Track Champions League hervorhebende Aussagen gab es in den vergangenen zwei Jahren rund um die Events viele. Doch in London nun wirkte das bei Lavreysen so authentisch wie selten.
Das zeigt: Die internationalen Athleten und Athletinnen haben die neue Serie inzwischen voll angenommen - auch weil sie eine sehr willkommene Chance ist, Wettkämpfe auf hohem Niveau zu bestreiten und dabei Dinge für die Weltmeisterschaften oder Olympia auszuprobieren.
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Knallhartes Giganten-Duell: Richardson bezwingt Lavreysen im Sprint

Quelle: Eurosport

"Ich habe mich nicht auf die Gesamtwertung konzentriert, sondern wollte einfach so viel gewinnen, wie möglich. Ich musste lernen und üben, wie man Rennen gewinnt", sagte etwa der kanadische Gesamtsieger der Endurance League, Dylan Bibic.
Das Üben ist gelungen, nach Hause geht er mit einem Preisgeld von 25.000 Euro und dem Hellblauen Trikot.

Willkommene Gelegenheit und Sprungbrett für kommende Stars

Die Sprint-League-Gesamtsiegerin Ellesse Andrews aus Neuseeland pflichtete bei: "Ich bin wirklich glücklich, dass ich hergekommen bin. Es ist nicht immer leicht, Rennerfahrung in Neuseeland zu sammeln. Wir sind weit weg vom Rest der Welt, also war es die perfekte Möglichkeit, hier herzukommen und weiter zu lernen und mich immer wieter zu pushen."
Andrews lieferte sich bis zum letzten Rennen der Serie, dem Keirin von London, ein heißes Duell mit der Deutschen Alessa-Catriona Pröpster um die Krone in der Sprint League.
Und auch wenn die 23-Jährige im Sommer bereits Keirin-Weltmeisterin wurde, so gehören sie und die 22-jährige Pröpster, die am Ende Gesamtzweite wurde, zur neuen Generation von Bahnrad-Assen.
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Einfach die Stärkste: Andrews krönt sich mit Keirin-Sieg zur TCL-Queen

Quelle: Eurosport

Die Track Champions League hat sie wohl schon jetzt einem breiteren Publikum bekannt gemacht, als es ihre älteren Kolleginnen bei gleichem Karrierestand damals waren. Und damit beweist die Serie ein Potential, das nicht zu unterschätzen ist: Sie kann Stars kreieren.
Auch wenn Emma Hinze, Lea Friedrich und Pauline Grabosch abgesagt hatten, so fieberten die deutschen Fans nun intensiv mit Alessa-Catriona Pröpster mit. "Das war fantastisch zu sehen", meinte Serien-Direktor Piva mit Blick auf das Duell der Youngster Andrews und Pröpster.

Im Herbst 2024 sollten auch alle deutschen Bahn-Asse wieder dabei sein

Gerade dieser Punkt könnte der Track Champions League in den kommenden Jahren einen Schub geben und sie immer wichtiger werden lassen. Denn sie hilft, den Bahnradsport bekannter und zugänglicher zu machen und rückt die Protagonisten ins Rampenlicht – gerade auch auf Social Media.
"Ich sehe es bei meinen Freunden, die nichts mit dem Radsport zu tun haben: Sie bekommen das Event hier in ihr Feed gespült und es ist einfach ein sehr guter Zugang zum Bahnradsport", meinte Bibic.
Nach den Olympischen Spielen im kommenden August und der Bahnrad-WM in Dänemark Mitte Oktober 2024 dürfte die nächste Track Champions League-Saison wieder zu einem Highlight werden. Dass dann auch aus Deutschland wieder alle Stars dabei sein wollen, daran besteht wohl kaum Zweifel.
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Nächster Pröpster-Sieg in London: Die Highlights vom Freitag

Quelle: Eurosport

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