UCI Track Champions League: Rekordjagd von Lysenko und Krimis um Lavreysen, Richardson, Bibic und Hansen beim Finale
VonFelix Mattis
Update 06/12/2024 um 14:17 GMT+1 Uhr
Die UCI Track Champions League steht vor ihrem großen Finale: Mit dem inzwischen traditionellen Doppel-Event in London am Abschluss-Wochenende entscheidet sich der Kampf um die je 25.000 Euro Preisgeld für die Gesamtsieger und -siegerinnen in der Sprint und der Endurance League. Echte Krimis warten bei den Männern, während Shootingstar Alina Lysenko bei den Sprinterinnen auf Rekordjagd ist.
Lysenkos Sternstunde und Männer-Krimis: Die Highlights von Runde 3
Quelle: Eurosport
Bevor die UCI Track Champions League 2024 vor zwei Wochen in Paris begann, hatte sie kaum jemand als Siegkandidatin auf dem Zettel: Alina Lysenko aus Russland ist der Shootingstar der Bahnrad-Serie, die am Freitag (ab 20:00 Uhr live auf Eurosport und discovery+) und Samstag (ab 18:30 Uhr) in London zuende geht.
Die 21-Jährige hat fünf der bisher sechs Finals bei den drei bereits absolvierten TCL-Events in Paris und Apeldoorn für sich entschieden und steht bislang bei einem Punkteschnitt von 19,2 Zählern pro Rennen.
Das ist in der bisherigen Champions-League-Geschichte ein Rekord. Die bislang beste Ausbeute hat mit 19,1 Punkten in der vergangenen Saison der inzwischen 16-fache Weltmeister Harrie Lavreysen (Niederlande) geholt.
Auf Rang zwei dieser Statistik liegt ebenfalls Lavreysen mit 18,4 Punkten im Schnitt in der Sprint League 2021. Sein Dauerrivale Matthew Richardson holte bei seinem Gesamtsieg 2022 18,3 Punkte durchschnittlich.
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Keirin-Sieg für Richardson - Hoogland drängt Lavreysen ab
Quelle: Eurosport
Einen All-Time-Record hatte Lysenko am vergangenen Samstag bereits aufgestellt. Mit ihrem Sieg im Keirin wurde sie in Apeldoorn zur ersten Person, die in der Champions League fünf Finals in Folge für sich entscheiden konnte – und das in ihrem Debütjahr.
Damit hat die Russin 83,3 Prozent ihrer bisherigen TCL-Rennen gewonnen – weit mehr als Sprint-Ass Lavreysen (55,9 Prozent) auf Rang zwei dieser Statistik oder Ausdauer-Dominatorin Katie Archibald (50 Prozent) auf Rang drei. Ebenfalls auf 50 Prozent kommt übrigens Emma Hinze. Die deutsche Sprinterin war nur im Premieren-Jahr 2021 in der UCI Track Champions League dabei und gewann damals vier von acht Entscheidungen.
Bei den Männern ist alles sehr eng
Während Lysenko in der Sprint League der Frauen nach drei von fünf TCL-Abenden mit 115 Punkten deutlich vor der Kolumbianerin Martha Bayona (86) sowie der Niederländerin Steffie van der Peet (74) führt und ihr der Titel kaum mehr zu nehmen zu sein scheint, ist es bei den Männern sowohl im Sprint als auch in der Endurance League sehr eng.
Lavreysen und Richardson trennen bei den Sprintern nur fünf Zähler, es steht 106:101 für den Niederländer. In der ewigen Statistik hat Lavreysen leicht die Nase vorn, aber wenn die beiden in TCL-Sprint-Finals aufeinandertrafen, herrscht bislang Gleichstand: 5:5. Das zeigt deutlich: Da ist in London, beim Heimspiel des Briten Richardson, alles möglich.
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Lavreysen baut Vorsprung im direkten Duell mit Richardson aus
Quelle: Eurosport
Fast genauso knapp sieht es bei den Ausdauer-Athleten aus. Titelverteidiger Dylan Bibic hat dort 94 Punkte auf dem Konto, der in der Elimination am vergangenen Freitag in Apeldoorn gestürzte Weltmeister Tobias Hansen aus Dänemark steht bei 85 Zählern. Er hat am Samstag wieder etwas Boden auf den Kanadier gutgemacht und wird ihn nun in London zu überflügeln versuchen.
Das kann er bei noch vier ausstehenden Entscheidungen sogar aus eigener Kraft schaffen: Gewinnt Hansen in London sowohl beide Scratch- als auch beide Elimination-Rennen, so könnte Bibic selbst mit vier zweiten Plätzen die Führung nicht bis zum Ende verteidigen. Und patzt der Kanadier einmal richtig, so könnte der 9-Punkte-Vorsprung auch sehr schnell aufgebraucht sein.
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Weltmeister Hansen ringt Bibic in der Elimination nieder
Quelle: Eurosport
Deutlicher sieht es dagegen bei den Frauen auch in der Endurance League aus. Katie Archibald hat fast einen genauso großen Vorsprung auf die Zweitplatzierte Sarah Van Dam aus Kanada, wie Lysenko bei den Sprinterinnen auf Bayona. Mit 27 Zählern Vorsprung und dem Heimpublikum in London im Rücken, ist Titelverteidigerin Archibald die klare Top-Favoritin und könnte sich zum bereits dritten Mal zur Champions-League-Siegerin küren.
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