Emma Hinze und Lea-Sophie Friedrich gehen als Favoritinnen ins Keirin-Rennen und sehen sich auch als Gegnerinnen

Emma Hinze nimmt nach ihrer zweiten Goldmedaille bei der Bahnrad-WM in Glasgow auch den Titel im Keirin in Angriff. Größte Konkurrentin ist ausgerechnet ihre eigene Teamkollegin Lea-Sophie Friedrich, mit der sie gemeinsam Weltmeisterin im Teamsprint wurde. "Natürlich ist es schön, im Team zu gewinnen. Aber wir sind auch irgendwie Gegner, wir müssen lernen, das zu separieren", sagte Friedrich.

Historischer WM-Titel: Hinze krönt sich zur Zeitfahr-Königin

Quelle: Eurosport

Nach ihrem nächsten Triumph verschickte Emma Hinze goldene Gute-Nacht-Grüße. Die Super-Sprinterin präsentierte ihren Fans bei "Instagram" stolz die liebevoll über dem Hotelspiegel angebrachten Regenbogentrikots samt Medaillen und wünschte eine "Good Night".
Auch das bunte Jersey von Lea Sophie Friedrich hängt dort. Mit ihrer Zimmerkollegin hatte Hinze am ersten Wettkampftag der Bahnrad-WM in Glasgow spektakulär mit Weltrekord den Teamsprint gewonnen. Bei Hinzes Zeitfahr-Gold am Freitag fuhr Friedrich auf den Bronzerang. Und es stehen in Schottland noch zwei weitere Einzel-Disziplinen an, aus den Freundinnen werden somit - zumindest auf der Bahn - Konkurrentinnen.
"Natürlich ist es schön, im Team zu gewinnen. Aber wir sind auch irgendwie Gegner, wir müssen lernen, das zu separieren", sagte Friedrich. Schon am Sonntag kämpfen die beiden Ausnahmesprinterinnen im Keirin um die nächsten Medaillen. Hinze nimmt ihr drittes Gold in Angriff, leicht favorisiert ist aber Friedrich.
Die 23-Jährige aus Dassow, wie Hinze insgesamt achtmalige Weltmeisterin, ist in der aus Japan stammenden Sprint-Variante kaum zu bezwingen. Friedrich holte die letzten beiden WM-Titel, bei Europameisterschaften sogar die letzten drei.

Titel in allen Disziplinen

Die um einen Hauch bessere Form besitzt aber Hinze. Die 25-Jährige fuhr am Freitag im Zeitfahren über die nicht-olympischen 500 m in 32,820 Sekunden zum Sieg, sie war mehr als drei Zehntel schneller als Friedrich. "Ich freue mich natürlich sehr und bin auch sehr stolz", sagte Hinze freudestrahlend: "Das war der Titel, der mir noch gefehlt hat."
Mit dem Erfolg holte Hinze nun in allen vier Kurzzeit-Disziplinen den WM-Titel - Sprint, Teamsprint, Keirin und 500 m. Sie tritt damit in die Fußstapfen der Australierin Anna Meares, die zuvor die einzige Frau war, der dieses Kunststück gelang.
In Glasgow wären sogar noch alle vier Titel bei einer WM möglich. Das schaffte bisher noch niemand. Nach dem Keirin-Wettbewerb steht am letzten Wettkampftag auf der Bahn am kommenden Mittwoch noch der Sprint an. Hinze ist zuversichtlich.

Vogel-Rekord rückt näher

"Auch nachdem ich jetzt das achte Trikot gewonnen habe, habe ich nicht das Gefühl, dass das Glück zu Ende ist", erklärte sie. Beinahe in Vergessenheit gerät, dass auch die WM-Rekordmarke von Kristina Vogel (elf Titel) immer näher rückt. Doch die spielt für Hinze ohnehin (noch) keine Rolle.
Der Fokus liegt ganz auf Keirin. Eine Prognose wollte Hinze aber nicht wagen. "Ich mag keine Ausblicke", erklärte sie. Anders ihre Zimmerkollegin: "Das ist schon eine meiner Lieblingsdisziplinen. Mal sehen, was drin ist", sagte Friedrich.
(SID)
picture

Sprint-Trio on fire! Deutsche Frauen rasen mit Weltrekord zu Gold

Quelle: Eurosport

Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung