Dennis Schröder denkt nach Playoff-Aus mit Los Angeles Lakers über Olympia-Qualifikation nach

Dennis Schröder war kurz verwirrt, im Ärger über das bittere Play-off-Aus der Los Angeles Lakers kam die Frage nach der Olympia-Quali unerwartet. "Wann ist das?", fragte der deutsche Spielmacher. Doch nach einigen Sekunden Bedenkzeit beteuerte Schröder, dass er grundsätzlich gerne vom 29. Juni bis 4. Juli mit der Nationalmannschaft um das Ticket für die Sommerspiele in Tokio kämpfen möchte.

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"Ich werde mit meiner Familie sprechen. Aber wenn ich nicht verletzt bin und mich gut fühle, bin ich bei der Nationalmannschaft dabei. Mal schauen", sagte er, nachdem seine Lakers in Spiel sechs der ersten NBA-Meisterrunde an den Phoenix Suns (100:113) gescheitert waren: "Ich freue mich auf jeden Fall, wenn wir da eine Chance haben zu spielen. Dann würde ich das safe gerne machen."
Beim Quali-Turnier in Split, das Deutschland für das Tokio gewinnen muss, könnte Bundestrainer Henrik Rödl seinen Top-Star gut gebrauchen. "Wenn Dennis dabei wäre, wäre das eine besondere Sache für die Nationalmannschaft", sagte der Coach dem SID. Alleine die deutsche Gruppe ist mit Russland und Mexiko schwer. Danach könnte es gegen Tunesien, Gastgeber Kroatien oder Brasilien gehen, bevor das Finale ansteht.
Zunächst will sich Schröder nach einer langen Saison aber Zeit für Ehefrau Ellen und seine beiden Kinder nehmen. "Erstmal meine Energie auftanken und dann gucken, wie es weitergeht", sagte der 27-Jährige. Es war schließlich ein wildes erstes Jahr in LA: Wochenlange Ausfälle der Superstars LeBron James und Anthony Davis, Schröder selbst im Corona-Protokoll der Liga und nur Platz sieben in der Regular Season.
Im Play-in-Turnier ackerten sich Schröder und Co. in die Best-of-seven-Serie gegen die Suns, die sie schlussendlich 2:4 verloren. Besonders für Schröder waren es teils ernüchternde Abende, in der fünften Partie hatte er sich als Starter gar null Punkte erlaubt. "Man muss durch die Scheiße gehen, um die guten Dinge zu erleben", sagte er nach Spiel sechs, das er mit 20 Zählern beendete.

Bleibt Schröder den Lakers erhalten?

Fraglich bleibt nun mehr denn je, ob Schröder auch in Zukunft das Lakers-Trikot tragen wird. US-Medienberichten zufolge hatte er schon im Frühjahr ein 84-Millionen-Dollar-Angebot für einen Vierjahresvertrag abgelehnt - aber offenbar nicht, weil er nicht bleiben will. Nach dem Play-off-Aus ließ er durchblicken, dass er sich weitere Jahre in Lila-Gold wünscht.
"Ich will eine Meisterschaft gewinnen und werde mir im Sommer den Arsch aufreißen, dann zurückkehren und einfach ich selbst sein", sagte Schröder. Vielmehr habe er sich aus Prinzip bei der Entscheidung Zeit gelassen, denn in den Vorjahren wurde ihm jene meist von der jeweiligen Klubführung abgenommen.
"Am Ende ist es meine achte Saison in der NBA und ich wollte einfach meine eigene Entscheidung treffen", sagte der Point Guard, der 2020 von den Oklahoma City Thunder nach LA transferiert worden war: "Nur einmal, dass ich entscheiden kann, wohin ich will." Nach Tokio möchte Schröder jedenfalls ganz sicher - und der Weg dorthin führt über Split.
(SID)
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Quelle: Perform

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