"Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen", erklärte Peiffer. "Aber für mich hat sich schon länger herauskristallisiert, dass nach dieser Saison der ideale Zeitpunkt zum Aufhören gekommen ist. In diesem Winter konnte ich mich noch über einige gute Rennen und Erfolge freuen, und es ist wunderbar, mit dem Gefühl aufzuhören, noch konkurrenzfähig zu sein."
In der laufenden Saison stand er insgesamt fünfmal auf dem Weltcup-Podest und feierte unter anderem den ersten Massenstartsieg seiner Karriere.
Über 13 Winter war Peifferseitdem ein fester Bestandteil des deutschen Biathlon-Teams. Im Januar 2009 gab er sein vielbeachtetes Weltcup-Debüt in Oberhof und noch in der gleichen Saison gewann er seine ersten WM-Medaillen in Pyeongchang und sein erstes Weltcuprennen in Chanty-Mansijsk - ein Einstand, den es im DSV-Team seit Sven Fischer nicht mehr gegeben hatte.
Biathlon
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Seinen größten sportlichen Erfolg feierte er bei den Olympischen Spielen 2018 in Pyeongchang als Olympiasieger im Sprint. Neben insgesamt drei olympischen Plaketten gewann Peiffer 17 WM-Medaillen, darunter fünf Weltmeistertitel: Zwei als Solist - 2011 im Massenstart und 2019 im Einzel sowie drei mit deutschen Staffeln. Den letzten WM-Sieg erzielte er 2019 bei den Titelkämpfen im schwedischen Östersund im Einzel - der bis dahin einzigen Disziplin, in der er zuvor noch keinen Podestplatz errungen hatte.

Peiffers letzter großer Titel: So wurde er Weltmeister im Einzelrennen

Rücktritte der Stars: Peiffer folgt Schempp

Peiffer ist nach dem Rücktritt des viermaligen Weltmeisters Simon Schempp Ende Januar die zweite sportliche Gallionsfigur, die den deutschen Biathleten binnen weniger Wochen wegbricht. Anders als Schempp, der zuletzt aus dem Weltcup-Team gerutscht war, zieht Peiffer allerdings auf höchstem Leistungsniveau einen Schlussstrich: Bei der WM holte er im Februar mit Einzel-Silber seine 20. internationale Medaille - es war das einzige deutsche Edelmetall in einem Solorennen.
Im Deutschen Skiverband, der drei Jahre nach den rauschenden Winterspielen von Pyeongchang (dreimal Gold durch Peiffer und die ebenfalls zurückgetretene Laura Dahlmeier, insgesamt sieben Medaillen), sorgt der Rücktritt des langjährigen Topathleten für großes Bedauern. Führungspersönlichkeiten sind schließlich im Team rar, das zeigte auch die vor allem bei den Männern enttäuschende WM, bei der die Staffel nur auf Platz sieben kam.
Im Hinblick auf Olympia in Peking muss der DSV nun auf Erik Lesser (32) und Benedikt Doll (30) als Anführer setzten - beide zeigten sich im laufenden Weltcupwinter aber nicht unbedingt als verlässlichste Leistungsträger: Sechsmal kam ein deutscher Biathlet als Solist auf das Podium, fünfmal Peiffer - einmal Lesser.

DSV hofft auf Peiffer-Zukunft im Biathlon

"Arnd war nicht nur im aktuellen Winter, sondern auch in den vergangenen Jahren einer unserer wichtigsten und beständigsten Leistungsträger. Deshalb hätten wir uns natürlich gut vorstellen können, dass er seine großartige Karriere noch um ein oder zwei Jahre fortsetzt", sagte Bernd Eisenbichler, Sportlicher Leiter Biathlon im Deutschen Skiverband.
"Andererseits verstehen wir aber auch seine Entscheidung. So wie man Arnd ja kennt, hat er diesen Entschluss nicht spontan, sondern ganz bewusst vor einigen Monaten getroffen. Arnd war sowohl sportlich als auch menschlich immer ein Vorbild. Von daher bleibt uns allen nur, ganz herzlich Danke zu sagen und ihm alles Gute für seine private und berufliche Zukunft zu wünschen!"

Eine Zukunft, die für DSV Vorstand Karin Orgeldinger gerne im bisherigen Wirkungskreis liegen darf:
"Ein Athlet wie Arnd wäre ganz sicher auch nach seiner sportlichen Laufbahn eine Bereicherung für den deutschen Biathlonsport. In all den Jahren haben wir Arnd als hochprofessionellen und charakterlich vorbildlichen Sportler und Aktivensprecher kennengelernt. Er hat diesen Sport über viele Jahre mitgeprägt. Auf und abseits der Rennstrecken. Von daher würde ich mir wünschen, wenn er uns auch in Zukunft mit seiner Erfahrung und Expertise in irgendeiner Art und Weise zur Verfügung steht."
Peiffer hält sich seine Zukunft noch offen - gerade nach dem so fordernden Coronajahr ist der Bedarf nach etwas Abstand verständlich.
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