Biathlet Aleksander Fjeld Andersen verkündet nach seiner Ausbootung sein Karriereende und erntet Kritik vom Verband
Publiziert 26/05/2023 um 16:47 GMT+2 Uhr
Nach seiner Ausbootung aus dem norwegischen Nationalkader hat Biathlet Aleksander Fjeld Andersen sein sofortiges Karriereende bekannt gegeben. Zudem ließ der 26-Jährige im Interview mit dem norwegischen Sender "TV2" kritische Äußerungen in Richtung des norwegischen Verbands fallen. Dieser konterte seinerseits und warf Andersen mangelnden Ehrgeiz vor.
Aleksander Fjeld Andersen nie wystąpi więcej w norweskiej kadrze
Fotocredit: Imago
Wie erbittert der Konkurrenzkampf im norwegischen Biathlon-Team ist, zeigt das Beispiel von Andersen. Der Kollege von Johannes Thingnes Bö kam in der vergangenen Saison nur selten im Weltcup zum Einsatz, nun musste er auch seinen Platz im Rekrutierungskader räumen.
Dabei hatte der 26-Jährige bei seinen seltenen Einsätzen in der höchsten Biathlon-Klasse durchaus überzeugt. In Östersund wurde Andersen im Massenstart Sechster, im Einzel erreichte er den zehnten Platz.
"Ich war geschockt, als die Nachricht kam. Das ist brutal. Dass ich rausgeschmissen wurde, kam für mich komplett unerwartet. Man bekommt das Gefühl, dass man rausgedrängt wurde", sagte Andersen im Interview mit dem Fernsehsender "TV2" nach der Entscheidung des Verbandes.
"In Alta haben wir noch zusammengesessen und die Saison bewertet. Drei Tage später bin ich plötzlich ohne Vorwarnung nicht mehr dabei. Man wird gefeuert, ohne etwas falsch gemacht zu haben. Es ist unmöglich, sich auf sowas vorzubereiten", legte Andersen nach.
Verband mit Seitenhieb gegen Andersen
Der norwegische Teammanager Per Arne Botnan gab sich seinerseits verständnisvoll gegenüber Andersen: "Ich verstehe, dass er enttäuscht ist. Aber es gab einige Läufer mit guten Ergebnissen und wir haben nicht Platz für jeden."
Einen Seitenhieb gegen Andersen konnte sich Botnan aber nicht verkneifen und kritisierte, dass dieser nicht den Willen hatte, um seinen Platz zu fighten: "Ich hatte gehofft, dass Aleks die Motivation hat, sich zurück in das Team zu kämpfen. Wir haben Läufer wie Erlend Bjöntegaard und Lars Helge Birkeland, die auf sich selbst gesetzt haben und zurückgekommen sind."
Andersen hingegen möchte nun einen neuen Weg einschlagen und sich auf sein Studium in der Immobilienvermittlung konzentrieren. "Es wird Spaß machen, neue Dinge zu tun", sagte der Ex-Biathlet mit Blick in die Zukunft.
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Quelle: Eurosport
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