Biathlon | Denise Herrmann hadert mit Lauf-Problemen

Denise Herrmann gilt als deutsche Top-Biathletin, doch nach einem guten Start mit Platz zwei kommt die Ruhpoldingerin nicht mehr richtig in Fahrt. Etwas überraschend zeigt Herrmann nicht nur am Schießstand schwache Leistung, sondern hängt auch in der Loipe hinter ihren sonst so guten Zeiten hinterher. Eine Schwäche, die auch Herrmann vor ein Rätsel stellt.

Denise Herrmann hadert mit den Laufleistungen

Fotocredit: Getty Images

Die deutsche Top-Biathletin Denise Herrmann gönnte sich zu Hause in Ruhpolding eine kurze schöpferische Pause. Sie werde jetzt "vom Kopf her zwei Tage etwas rausgehen, damit ich wieder frei von der Leber weg laufen kann", sagte die 31-Jährige nach ihren enttäuschenden Leistungen beim ersten Teil des Weltcups in Hochfilzen, bevor sie schon am Dienstag wieder nach Österreich zurückkehrt.
Herrmann befindet sich nach einem vielversprechenden Saisonstart im Tief und hat überraschend auch beim Laufen Probleme. Vor dem Sprint über 7,5 km am Freitag ist bei der Deutschen Ursachenforschung angesagt. Nach einem vielversprechenden Saisonstart mit Platz zwei im Einzel läuft es bei Herrmann nicht so recht - und das im wahrsten Sinne des Wortes.
Dass die ehemalige Langläuferin auch in dieser Saison im Schießen (schon 16 Fehler) große Probleme hat, verwundert trotz des neuen Schießtrainers Engelbert Sklorz kaum. Neu sind bei Herrmann jedoch ihre wenig überzeugenden Auftritte in der Loipe. Hatte sie in den vergangenen Jahren das Laufen dominiert, so weist sie in diesem Winter ungewohnte Defizite auf. Rückstände von fast 30 Sekunden auf eine Marte Olsbu Röiseland, eine Tiril Eckhoff oder Justine Braisaz-Bouchet entsprechen nicht den hohen Erwartungen der Verfolgungs-Weltmeisterin von 2019.
"Verwunderlich" nannte Herrmann das zuletzt. Sie sei "etwas ratlos", warum die Beine aktuell nicht so frisch sind. "Ich würde gerne wollen, aber es gelingt mir im Moment nicht. Ich bin muskulär drüber", sagte sie nachdenklich. Nach dem Staffelrennen hatte sie zudem geklagt, "dass ich mich bergab wie auf Wackelpudding gefühlt habe".

Dahlmeier mit Tipps für Herrmann

Unter dem Strich stehen deshalb in sechs Einzelrennen neben den Plätzen zwei, fünf und elf auch schon drei Ergebnisse zum Vergessen: Rang 38 im Sprint von Kontiolahti, dazu noch die Plätze 32 und 25 in Sprint und Verfolgung von Hochfilzen. Im Kampf um den Gesamtweltcup liegt als Zwölfte schon 119 Punkte hinter der führenden Norwegerin Röiseland.
Bei Herrmann fehle "die letzte Überzeugung, der letzte Biss", sagte Biathlon-Königin Laura Dahlmeier im "ZDF" über ihre designierte Nachfolgerin. Wichtig sei jetzt, fügte sie an, "dass sie einen Haken drunter macht und nicht zu sehr verkrampft". Das hofft auch Frauentrainer Kristian Mehringer. Seine Devise lautet:
Herrmann sieht die Situation noch halbwegs gelassen. "Die Saison ist ja noch sehr jung", sagte sie am Sonntag mit Blick auf die kommenden Rennen in Hochfilzen: "Ich denke, es wird wieder besser."
(SID)
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Dramatisches Finale: So knapp wird Herrmann geschlagen

Quelle: Eurosport

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