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"Gut zurechtgelegt!" Herrmann jubelt über Silber bei Wierer-Heimsieg

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Denise Herrmann holt Silber in der Verfolgung

Fotocredit: Getty Images

VonRobert Bauer
16/02/2020 Am 12:46 | Update 16/02/2020 Am 15:26

Denise Herrmann hat bei der Biathlon-WM in Antholz in der Verfolgung über 10 km die erste Medaille für das deutsche Team eingefahren. Die 31-Jährige landete nach einem famosen Wettkampf mit nur drei Schießfehlern auf dem zweiten Platz. Zur neuen Verfolgungs-Weltmeisterin krönte sich Lokalmatadorin Dorothea Wierer. Bronze sicherte sich Sprint-Siegerin Marte Olsbu Roeiseland.

"Ich kenne meine Sprintqualitäten hintenraus und habe mir Marte ganz gut zurechtgelegt", sagte Herrmann im "ZDF": "Ich war ziemlich aufgeregt, weil die Ausgangsposition doch sehr gut war."

Herrmann war als Fünfte in die Loipe gegangen. Vanessa Hinz (Schliersee/1) als Fünfte und Franziska Preuß (Haag/2) auf Platz sieben durften ebenfalls erfreuliche Leistungen bejubeln. Karolin Horchler (Clausthal-Zellerfeld) blieb fehlerfrei und lief auf den 15. Rang.

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So lief die Verfolgung der Frauen: Denise Herrmann läuft zu Silber

16/02/2020 AM 12:36

Die ehemalige Langläuferin Herrmann machte von Beginn an Druck auf die vor ihr laufenden Rivalinnen. Schon auf der ersten Runde hatte sie sich mit raumgreifenden Schritten bis auf Position drei vorgearbeitet, der erste Schuss allerdings verfehlte prompt das Ziel.

Das packende Finish der Verfolgung: Hier sichert sich Herrmann Silber

00:01:34

Schießfehler kann Herrmann nicht abhalten

Nach dem ersten Schießen war die fehlerfreie Franziska Preuß deshalb als Vierte unmittelbar vor Herrmann die beste Deutsche. Relativ schnell tauschten die besten deutschen Biathletinnen in diesem Winter aber wieder ihre Positionen. Vor dem zweiten Liegendanschlag betrug Herrmanns Abstand zur Spitze nur 14 Sekunden, weitere zehn Sekunden danach folgte Preuß. Während Herrmann mit einer fehlerfreien Einlage den imaginären Bronzerang eroberte, fiel Preuß mit einem Fehler hingegen wieder zurück.

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Die fünf Treffer spornten Herrmann offensichtlich nur noch zusätzlich an. Meter um Meter, so machte es den Eindruck, verringerte sich die Lücke zu den führenden Läuferinnen. Allerdings war Herrmann gewarnt: Schon oft hatte sie auf der Strecke Zeit gutgemacht - und dem hohen Tempo dann beim folgenden Schießen Tribut zollen müssen. Und auch diesmal unterlief ihr ein Fehlschuss, was zwar dazu führte, dass sie Röiseland und Wierer aus den Augen verlor, trotzdem aber den dritten Rang verteidigte.

Die Medaille war also zum Greifen nah, Herrmann musste nur noch die letzte Schießeinlage halbwegs unbeschadet überstehen. Es gelang ihr (fast) perfekt. Trotz des auffrischenden Windes schoss Herrmann sicher und schnell, eine Scheibe nach der anderen wurde weiß. Nur der letzte Schuss führte sie noch einmal in die Strafrunde - was ihren Sturm zur ersehnten Medaille aber nicht verhindern konnte.

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