Biathlon-WM 2023 - Ole Einar Björndalen kritisiert chinesischen Verband: "Keine fairen Bedingungen"

Ole Einar Björndalen hat seinen ehemaligen Arbeitgeber, den chinesischen Biathlon-Verband, scharf kritisiert. Der Norweger, mittlerweile als Experte beim Fernsehsender "TV2" tätig, meinte gegenüber der schwedischen Zeitung "Expressen": "Das ist katastrophal. Ich leide mit den Läufern und verstehe das Vorgehen des Verbandes überhaupt nicht." Die Investitionen seien "mehr oder weniger" verschwunden.

Ole Einar Björndalen

Fotocredit: Imago

Björndalen hatte die chinesische Biathlon-Nationalmannschaft drei Jahre lang trainiert. Nach den Olympischen Spielen in Peking lief der Vertrag des 20-maligen Weltmeisters aus.
"Nach den Olympischen Spielen in Peking zog sich der chinesische Verband aus der Biathlon-Nationalmannschaft zurück", erklärte Björndalen die aktuelle Situation des chinesischen Teams: "Sie haben eine schlechte Saison hinter sich."
Es habe kein Sommer- oder Herbsttraining gegeben, so der 49-Jährige. "Und jetzt gibt es nur noch einen Trainer und einen Betreuer, die sich um die gesamte Mannschaft kümmern. Das sind keine fairen Bedingungen", kritisierte Björndalen.
"Bei den Voraussetzungen, die die chinesischen Skifahrer hatten, werden sie es bei den Weltmeisterschaften sehr schwer haben", so der ehemalige Weltklasse-Biathlet, der die chinesische Mannschaft zusammen mit Ehefrau und Ex-Biathletin Darya Domracheva trainiert hatte.

Chinas Mixed-Staffel weit abgeschlagen

Aus China war in dieser Saison noch kein Sportler und keine Sportlerin im Weltcup an den Start gegangen. Erst zur WM in Oberhof (ab 8. Februar live bei Eurosport und auf discovery+) wurde eine Mannschaft gemeldet. Da China im vergangenen Jahr am Weltcup und an den Olympischen Spielen teilgenommen hatte, war ein WM-Start möglich.
In der Mixed-Staffel erlebten Ying Wen, Yuanmeng Chu, Xingyuan Yan und Chunyu Zhang jedoch wie zu erwarten ein sportliches Desaster. Bei einem Starterfeld von 26 Teams landete China am Ende auf dem 24. Platz. Nur Lettland und Kasachstan kamen dahinter ins Ziel.
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Drama am Schießstand: Schweden muss drei Mal in die Strafrunde

Quelle: Eurosport

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