Franziska Preuß hat nach Biathlon-WM in Lenzerheide nur ein Ziel für die restliche Saison: "Ich habe den Traum..."
VonFelix Eck
Update 24/02/2025 um 12:46 GMT+1 Uhr
Franziska Preuß schwankte nach ihrer wegen Materialproblemen verpassten fünften WM-Medaille zwischen Frust und Zufriedenheit. "Der Massenstart ist eigentlich eine Riesenchance für mich. Dass man mit einem Fehler so abgeschlagen ist, ist schon enttäuschend", sagte die beste deutsche Biathletin nach Platz sieben: "Grundsätzlich fahre ich schon happy heim", erklärte die 30-Jährige.
Highlights: So gelang Preuß der historische Gold-Coup
Quelle: Eurosport
Franziska Preuß freute sich nach zwei ebenso traumhaften wie knüppelharten WM-Wochen auf "eine gute Brotzeit daheim", bei der Familie will die beste deutsche Biathletin frische Kräfte für ihr letztes großes Saisonziel sammeln.
"Ich habe den Traum, das Gelbe Trikot bis zum Schluss zu verteidigen", sagte die 30-Jährige mit Nachdruck: "Das habe ich definitiv im Kopf und ist auch sehr präsent." Sie sei "motiviert", sich "durchzubeißen und hoffentlich noch gute Rennen zu machen".
Die vier Medaillen von Lenzerheide samt der goldenen Krönung in der Verfolgung geben für das am 6. März startende letzte Trimester jedenfalls nochmals ordentlich Rückenwind. Sie fahre trotz des etwas unglücklichen Abschlusses in Staffel und Massenstart "schon happy heim", betonte Preuß: "Hätte mir das vorher einer gesagt, hätte ich es sofort genommen. Besser kann es eigentlich nicht laufen."
Mit einem Vorsprung von 92 Punkten auf die Französin Lou Jeanmonnot geht sie in die verbleibenden sieben Rennen. "Wenn man nach zwei Trimestern das Gelbe Trikot hat, möchte man es auch nach dem dritten haben", sagte Sportdirektor Felix Bitterling: "Es ist ganz klar das Ziel der deutschen Mannschaft, sie da bestmöglich zu unterstützen." Er schaue "sehr positiv nach vorne".
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Bronze im Single-Mixed! Preuß und Strelow jubeln über Medaille
Quelle: Eurosport
Preuß will Gesamtweltcupführung verteidigen
Preuß selber würde die Bedeutung des Gesamtweltcups gar noch höher einstufen als die ihrer WM-Einzelmedaillen. "Das ist eine der größten Leistungen, die man erreichen kann. Da zählt nicht nur ein Tag, sondern es zählen viele Tage zwischen November und März", erklärte sie. Es wäre "echt cool, wenn man das gewinnt".
Preuß selbst rettete bei der WM auch die deutsche Bilanz. Zwar war die Ausbeute mit fünf Medaillen die beste seit Antholz 2020, jedoch war die Gesamtweltcupführende eben auch an vier davon beteiligt. Die Breite in der Spitze fehlt in der deutschen Mannschaft ein Jahr vor den Olympiarennen in Antholz.
Bei den Frauen machen die nahe an der Weltspitze laufenden Julia Tannheimer und Selina Grotian mit ihren 19 beziehungsweise 20 Jahren bereits für die nahe Zukunft Richtung 2026 Hoffnung, dazu könnten mit der erkrankten Vanessa Voigt und der derzeit schwangeren Janina Hettich-Walz zwei Stützen zurückkehren - man hätte ein starkes Quintett.
Bei den Männern ist die Lage bei einem Altersdurchschnitt von fast 30 Jahren und nur wenigen Lichtblicken wie Staffel-Bronze deutlich komplizierter.
Bitterling moniert: "Die Abstände sind riesig"
Die Leistungen gäben "konzeptionell" zu denken, "die Abstände sind riesig", monierte Bitterling: "Das ist nichts, was mich als Verantwortlichen zufriedenstellen kann. Daran müssen wir arbeiten und es analysieren. Das müssen wir in den Griff kriegen."
In der Sommer-Vorbereitung gelte es, "einiges anders oder besser zu machen als letztes Jahr". Und vielleicht können sich die Männer ja auch das eine oder andere bei Franziska Preuß abschauen.
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(SID)
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Preuß vergibt Medaillenchance im letzten Schießen - Öberg fehlerfrei
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