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Biathlon-WM 2025 - Gebeutelte deutsche Biathleten rufen nach schwachem Beginn den Neustart aus: "Geben nicht auf"
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Update 18/02/2025 um 15:13 GMT+1 Uhr
Die deutschen Biathlon-Männer rufen nach der enttäuschenden ersten WM-Woche in Lenzerheide den Neustart aus. Allerdings macht auch ein Ausfall wenig Hoffnung auf eine Medaille. Denn mit Philipp Nawrath bekommt der bisher erfolgreichste DSV-Starter des Winters im Einzel aus gesundheitlichen Gründen eine Pause. Mit Johannes Kühn und David Zobel rücken nun zwei frische Kräfte in die Mannschaft.
Riethmüller gesteht: "Zu spät reagiert"
Quelle: Eurosport
Insgesamt 29 Schießfehler in den ersten beiden Rennen, ganz weit weg von den Medaillen - und jetzt bricht zumindest vorübergehend auch noch ein Leistungsträger weg: Die deutschen Biathlon-Männer starten mit einem gewaltigen Rucksack in die zweite WM-Hälfte. Doch der Glaube an den Turnaround ist da.
"Wir geben auf keinen Fall die zweite Woche auf, bevor sie gestartet ist", sagte Sportdirektor Felix Bitterling kämpferisch: "Wir müssen uns sammeln, um bei den ausstehenden Wettkämpfen eine gute Rolle zu spielen. Möglich ist das, das haben wir in der Vergangenheit bewiesen."
Konkrete Hoffnungsschimmer gibt es vor dem Einzel über 20 Kilometer am Mittwoch (15:05 Uhr live bei Eurosport und discovery+) allerdings kaum.
Zumal in Philipp Nawrath der derzeit beste DSV-Skijäger gesundheitlich angeschlagen erstmal eine Pause einlegen muss. Das Team müsse sich "jetzt neu aufsetzen", forderte Bitterling: "Die Rennen gehen alle bei Null wieder los."
Frisches Personal für zweite WM-Hälfte
Mit dem bisher nicht berücksichtigen Johannes Kühn sowie dem nachnominierten David Zobel rückt frisches Personal ins Team, dazu kommen Philipp Horn und Danilo Riethmüller.
Gerade Riethmüller, der mit Platz zwei im Massenstart von Annecy-Le Grand Bornand das beste deutsche Saisonergebnis schaffte, ist bei seiner ersten WM noch nicht angekommen.
Nach Rang 40 im Sprint mit drei Schießfehlern ging es im Verfolger mit acht Strafrunden noch zehn weitere Plätze zurück.
"Von vorne bis hinten beschissen", motzte der 25-Jährige: "Ein Rennen für die Katz." Da helfe auch der gute Zusammenhalt im Team wenig.
Horn: "Überhaupt nicht zufrieden"
"Die Jungs sind schon hilfreich und klopfen einem auf die Schulter", so der Wahl-Oberhofer: "Aber es sind meine eigenen Fehler, meine eigene Dummheit auch. Die können nur gut zureden, die Vorwürfe macht man sich trotzdem."
Immerhin zeigte beim im Sprint noch zu Tode betrübten Horn im Jagdrennen mit dem Sprung von Rang 44 auf 17 "die Tendenz in die richtige Richtung". Generell sei die Mannschaft bislang aber "überhaupt nicht zufrieden", betonte der Thüringer.
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Bitterling zur ersten WM-Woche: "Stein vom Herzen gefallen"
Quelle: Eurosport
Es gehe "um Medaillen, alles andere interessiert eigentlich nicht". Dass im Sprint neun Nationen besser gewesen seien als die Deutschen, sei "einfach nicht unser Anspruch." Doch dem läuft das Team schon länger hinterher.
Von den vorherigen drei Großereignissen haben die Männer nur eine Bronzemedaille von Benedikt Doll vorzuweisen, eine echte Podesthoffnung fehlt seit dessen Rücktritt endgültig.
"Anderes Mindset am Schießstand"
"Wir haben vielleicht nicht den Superstar, der in den Einzelrennen alles abräumt. Aber wir sind eine sehr homogene Mannschaft", betonte Horn. Deshalb sei er Richtung Staffel am Samstag "guter Dinge".
Doch dafür müsse das Quartett "ein anderes Mindset am Schießstand" entwickeln, mahnte Bitterling. Sonst werde auch das dortige Medaillenziel "schwer" zu erreichen sein.
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(SID)
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