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Biathlon-Legende Ole Einar Björndalen kritisiert Leistung der deutschen Stars: "Es sah lächerlich aus"
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Publiziert 15/11/2023 um 15:20 GMT+1 Uhr
Die Saison-Generalprobe der deutschen Biathlon-Herren in Sjusjoen verlief nicht zufriedenstellend. Bei der dominanten Vorstellung der Norweger konnten die DSV-Stars um Benedikt Doll besonders läuferisch mit den neuen fluorfreien Ski-Wachsen nicht mithalten. Biathlon-Legende Ole Einar Björndalen urteilte dazu in der Zeitung "Dagbladet": "Es sah lächerlich aus und war schrecklich anzusehen."
Philipp Nawrath und Roman Rees 2023
Fotocredit: Getty Images
"Ich stand an der Strecke und sah, wie die Deutschen schnell hochliefen, aber bergab konnten sie überhaupt nicht mithalten", ergänzte der 49-Jährige.
Die Dominanz der Norweger wurde vor allem im Massenstart am Sonntag deutlich: Superstar Johannes Thingnes Bö gewann vor seinem Bruder Tarjei Bö und Landsmann Vebjoern Soerum. Auf 13 der ersten 15 Plätze landeten Norweger. Nur der Italiener Didier Bionaz (13.) und DSV-Athlet Philipp Nawrath (14.) konnten die norwegische Übermacht durchbrechen.
Björndalen meinte weiter zu dem Rennen: "Wir haben Benedikt Doll (26. Platz, d. Red.), Johannes Kühn (18.) und Roman Rees (16.) aus Deutschland. Das sind gute Biathleten, aber sie hatten nicht das Tempo, um gegen die norwegischen Rookies anzukommen."
Die Internationale Biathlon-Union verbietet ab der neuen Saison fluorhaltige Schmiermittel. Die Norweger scheinen mit den neuen Skiwachsen bisher am besten klarzukommen.
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Johannes Kühn wurde im Massenstart in Sjusjoen 18.
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Björndalen hofft auf deutsche Erfolge
"Die anderen Nationen müssen auf den Schnee kommen. Es gibt neue Produkte, die sie rund um die Uhr testen müssen", erklärte der 20-malige Weltmeister. Nationen wie Deutschland, Schweden oder Frankreich hätten die Mittel, um "mit Norwegen mithalten" zu können.
Eine weitere dominante Saison der Skandinavier wie im Vorjahr, als Norwegen mit über 1000 Punkten Vorsprung die Nationenwertung gewann und insgesamt 60 Podestplätze einfuhr, sei für den Biathlon-Sport "nicht optimal".
Vor allem Deutschland sei "der Motor des Biathlon-Zirkus. Die überwiegende Mehrheit der Sponsoren sitzt in Deutschland. Der größte Teil der Deutschen schaut Biathlon. Es ist Deutschland. Sie betreiben den Sport." Daher müssten die deutschen Herren wieder in die Weltspitze kommen, so Björndalen. Am 25. November beginnt die neue Weltcupsaison in Östersund (live bei Eurosport und auf discovery+).
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