Denise Herrmann-Wick begeistert von Hanna Kebinger - Biathlon-Damen steht sie mit "Rat und Tat zur Seite"

Denise Herrmann-Wick möchte die deutschen Biathlon-Damen auch nach ihrem Rücktritt weiterhin unterstützen. Im Gespräch mit Eurosport-Reporter Matthias Sandten bietet sie dem Team ihre Hilfe an: "Meine Erfahrung versiegen lassen, wäre schade." Im Interview erzählt die 34-Jährige von ihrem Karriereende und verrät, wie sie Franziska Preuß, Hanna Kebinger und Co. für die neue Saison einschätzt.

Herrmann-Wick: "Meine Erfahrung versiegen lassen, wäre schade"

Quelle: Eurosport

In knapp zwei Monaten startet der Biathlon Weltcup-Winter im schwedischen Östersund.
Während es sich Denise Herrmann-Wick beim "Sporthilfe Club der Besten" in Süditalien gut gehen lässt, bereiten sich ihre ehemaligen Teamkolleginnen um Franziska Preuß, Hanna Kebinger und Anna Weidel derzeit im Höhentrainingslager am Passo di Lavazè auf die neue Saison vor.
"Die Mädels wollen richtig gut werden", sagte Herrmann-Wick im exklusiven Gespräch mit Eurosport. Sie sei in regelmäßigem Austausch mit den Athletinnen, gebe Erfahrungswerte bezüglich der "Problematik" Höhentraining weiter und sei gelegentlich auch beim Stützpunkt-Training in Ruhpolding dabei. "Es ist wichtig, dass man sich gegenseitig pusht und unterstützt. Es gibt einfach nicht so viele, die Biathlon machen."
Bei den Deutschen Meisterschaften in Ruhpolding stand die Olympiasiegerin zum ersten Mal als Zuschauerin am Streckenrand. Auch im kommenden Winter möchte sie bei "ein paar Weltcups vor Ort sein", so Herrmann-Wick.

Herrmann-Wick über Youngster Kebinger, Schneider und Voigt

Von Stagnation bei den DSV-Damen will die Biathlon-Rentnerin nichts wissen. "Die Mädels haben sich gut entwickelt", freut sich die Olympiasiegerin im Einzel.
Hanna Kebinger habe "sehr viel Potenzial". Die 25-Jährige war letzte Saison im Deutschland-Pokal eingestiegen und dank starker Leistungen in Antholz für die Heim-WM in Oberhof nominiert worden. Kebinger stehe "gut auf dem Ski", so Hermann-Wick, sie sei "sehr abgezockt" und könne gut einschätzen, was sie im Training brauche und was nicht. Trotzdem wäre es falsch, "ihr aber den ganzen Druck aufzubürden", mahnt die 34-Jährige.
Auch ihre ehemalige Ruhpoldinger Trainingskollegin Sophia Schneider sei ein "extremes Talent". Wenn sie im Schießen durchkomme, sei läuferisch alles drin. Vanessa Voigt habe in ihrer zweiten Weltcup-Saison viel Erfahrung sammeln können, das sei "wertvoll für die kommenden Jahre".
Für Rückkehrerin Franziska Preuß sei der Gewinn der deutschen Meisterschaft mental ein "sehr gutes Erlebnis" gewesen.
Alle Infos zum "Club der Besten" der deutschen "Sporthilfe" findet ihr hier.
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