Eurosport-Experten Rebensburg und Rösch trauern um verstorbene Dahlmeier: "Schockiert, fassungslos und gelähmt"

Laura Dahlmeier ist tot - und die Sportwelt steht unter Schock. Die 31 Jahre alte ehemalige Weltklasse-Biathletin kam bei einem Bergunfall im pakistanischen Karakorum-Gebirge ums Leben. Auch die Eurosport-Wintersportexperten Viktoria Rebensburg und Michael Rösch reagierten bestürzt. "Ich bin absolut schockiert, fassungslos und gelähmt", sagte der 42-Jährige zu Eurosport.de.

Dahlmeier-Seilpartnerin Krauss schildert schrecklichen Unfall

Quelle: SID

Der Tod des ehemaligen Aushängeschildes des deutschen Biathlon-Sports sei "eine furchtbare Nachricht. Einen Menschen zu verlieren, den man persönlich kannte, ist hart zu verstehen, zu begreifen und zu verarbeiten", meinte Rösch, der selbst von 2004 bis 2019 im Weltcup aktiv war.
Dahlmeier war am Montagmittag (Ortszeit) in Pakistan beim Abstieg vom Laila Peak auf rund 5700 Metern Höhe von einem Steinschlag getroffen und dabei tödlich verletzt worden. "Auf Grundlage der Erkenntnisse aus dem Hubschrauber-Überflug und der Schilderungen der Seilpartnerin zur Schwere der Verletzungen ist vom sofortigen Tod Laura Dahlmeiers auszugehen", teilte ihr Management mit.
Seit Dienstagmittag und dem publik werden des Bergunfalls hatte die (Sport-)Welt um Dahlmeier gebangt und auf ein Wunder gehofft - vergebens.
"Die Nachricht von Lauras Tod schockiert mich zutiefst und macht mich unendlich traurig", meinte auch Viktoria Rebensburg zu Eurosport.de. Die Ski-Expertin stammt wie Dahlmeier aus der oberbayrischen Alpenregion. Es sei für die 35-Jährige "total schwer", ihre Trauer in Worte zu fassen.
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Laura Dahlmeier wurde nur 31 Jahre alt

Fotocredit: Getty Images

Rebensburg: "Ihre herzliche Art bleibt in Erinnerung"

"Wenn ich an Laura denke, kommen mir viele Begegnungen und Erinnerungen in den Sinn. Was mir am besten in Erinnerung bleibt, ist ihre herzliche Art, ihre Bodenständigkeit, ihr Mitgefühl, ihr Lächeln und der Spaß, den wir miteinander hatten. Ich bin sehr dankbar, dass ich das mit ihr erleben durfte", erklärte die Olympiasiegerin im Riesenslalom von 2010.
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Viktoria Rebensburg ist für Eurosport als Expertin und Co-Kommentatorin aktiv und berichtet auch vor Ort von Rennen des Alpinen Ski-Weltcups

Fotocredit: Getty Images

So waren es auch olympische Momente, die beide miteinander verbanden. "Ich habe ihre Herangehensweise an den Sport immer bewundert. Vor allen Dingen, wie cool und voller Überzeugung sie in PyeongChang bei Olympia den Sprint gewonnen hat. Wie gut sie mit dem Druck umgegangen ist. Sie ist sich immer selbst treu geblieben und hat ihren Weg durchgezogen. Das hat mich zutiefst beeindruckt", sagte Rebensburg.
Auch Rösch, Biathlon-Staffel-Olympiasieger von 2006 in Turin, reagierte erschüttert auf die Todesnachricht. "Das nimmt mich krass mit. Wir waren Weggefährten. Ich bin in Gedanken bei ihren Eltern, für die das wirklich schrecklich sein muss", meinte er.
Rösch weiter: "Laura starb bei dem, was sie am meisten liebte - die Berge und das Bergsteigen. Dennoch ist sie viel zu früh von uns gegangen."
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Michael Rösch

Fotocredit: Eurosport


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