Franziska Preuß exklusiv zur Debatte um die Leaderin im DSV-Team: "Das nervt mich ein bisschen"
Eurosport bei GoogleFranziska Preuß ist beim Weltcup in Östersund als erste deutsche Biathletin nach mehr als sechs Jahren ins Gelbe Trikot gestürmt. Die folgenden Rennen in Hochfilzen verpasste die 29-Jährige allerdings, was sie die Weltcup-Führung kostete. "Aber es bleibt eine große Motivation für mich, anzugreifen", sagt Preuß bei Eurosport.de. Die Debatte um die Leaderin im Team hingegen nerve sie ein wenig.
Preuß weist Leader-Rolle von sich: "Das ist ein Medien-Ding"
Quelle: Eurosport
"Ich war überrascht, dass ich im Massenstart beim Trimester-Abschluss in Lenzerheide noch immer das Trikot mit der Nummer fünf getragen habe, obwohl mir zwei Rennen fehlen. Normalerweise merkt man zwei Ausfälle deutlicher, denn so viele Wettbewerbe gab es ja noch nicht", resümiert Franziska Preuß.
In Östersund hatte die Staffel-Weltmeisterin von 2015 zum Auftakt mit drei Top-5-Ergebnissen in den Einzelrennen Gelb erobert. Dann hatte Preuß Pech: Eine Erkrankung am Coronavirus verhinderte den Start beim Weltcup in Hochfilzen, wo sie im Sprint und in der Verfolgung hätte punkten können.
Platz eins im Gesamtweltcup war futsch - und ein wenig ist der Ärger noch immer spürbar. "Einerseits freue ich mich, dass ich noch Fünfte bin, andererseits ist da der Gedanke, was möglich gewesen wäre, hätte ich nicht pausieren müssen. Das Gelbe Trikot wäre wohl nicht so schnell weg gewesen", so Preuß.
Dennoch überwiege derzeit "das positive Gefühl, dass ich weiter in den Top 10 bin, dass einiges möglich ist. Ob es noch mal nach ganz vorne reicht - mal sehen. Aber es bleibt eine große Motivation für mich, anzugreifen."
Preuß weist Leader-Rolle von sich: "Nervt mich ein bisschen"
Dies tut Preuß als deutsche Nummer eins. Als Anführerin des DSV-Teams sieht sie sich allerdings nicht, im Gegenteil: "Das nervt mich ein bisschen, denn das ist ein Medien-Ding. Es scheint so zu sein, als ob man immer eine Leaderin braucht und ich werde entsprechend häufig darauf angesprochen. Wenn man aber Teil der Mannschaft ist, ist das kein Thema", versichert die gebürtige Wasserburgerin.
Ein großes Thema ist hingegen die Gesundheit. Preuß will die Kontakte über die Weihnachtstage auf ein Minimum beschränken und dann im Januar bei den Heimweltcups in Oberhof und Ruhpolding durchstarten. Sie hätte selbstredend nichts dagegen, wenn ihr Trikot danach wieder gelb glänzen würde ...
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Quelle: Eurosport
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