Gewinner und Verlierer der Biathlon-WM

Große Sieger und große Enttäuschungen: Wir präsentieren die Gewinner und Verlierer der Biathlon-WM am Holmenkollen.

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GEWINNER

LAURA DAHLMEIER (22/Partenkirchen): Ziemlich oft fühlte sich Laura Dahlmeier in Norwegen wie im Traum. Sie kam, um eine Einzelmedaille zu gewinnen - und ging mit gleich vier. Die Verfolgungsweltmeisterin holte außerdem noch Bronze mit der Frauenstaffel und beendete nach herausragenden Leistungen jedes ihrer Rennen mit Edelmetall. Spätestens nach ihrer perfekten zweiten WM wird der Partenkirchnerin eine rosige Zukunft mit jeder Menge Erfolgen prophezeit.
MARTIN FOURCADE (27/Frankreich): Den Gesamtweltcup gewann Fourcade in Oslo fast im Vorbeigehen. Zudem holte der Doppel-Olympiasieger am Holmenkollen viermal Gold und einmal Silber Bitter: Weil seine Landsmänner schwächelten, ging Fourcade in der Staffel leer aus. Es reichte nur zu Platz neun.
OLE EINAR BJÖRNDALEN (42/Norwegen): Für den "Kannibalen" spielt das Alter weiter keine Rolle. Ole Einar Björndalen gewann in seiner Heimat jeweils Silber in Sprint sowie Verfolgung, Bronze im Massenstart und dazu Gold mit der Staffel. Immer wenn der Volskheld auftauchte, brandete Jubel auf. Ob der achtmalige Olympiasieger seine Karriere fortsetzen wird, ist aktuell noch offen. Zuzutrauen ist es dem Altmeister.
MARIE DORIN HABERT (29/Frankreich): Seit Dorin Habert im September 2014 Mutter einer Tochter wurde, startet die Französin richtig durch. Im Vorjahr gewann sie in Finnland bereits vier WM-Medaillen, in Oslo stand sie nun sogar sechsmal auf dem Podest. Im Massenstart, Einzel und mit der Mixedstaffel gewann sie Gold, dazu gab es zweimal Silber und einmal Bronze. Zuvor hatte einzig Tora Berger 2013 sechs WM-Medaillen gewonnen.
TIRIL ECKHOFF (26/Norwegen): Die immer fröhliche Blondine hatte vor der WM kaum jemand auf der Rechnung - weil sie viel zu oft am Schießstand schwächelte. Als sie aber vor heimischer Kulisse keine Nerven zeigte, sprangen prompt Medaillen heraus: Gold im Sprint und mit der Staffel, dazu Bronze mit dem Mixed-Team. Die hübsche Blondine wurde in ihrer Heimat gefeiert wie ein Popstar.

VERLIERER

RUSSLAND: Den russischen Frauen wurde ohnehin wenig zugetraut, umso enttäuschender war das Abschneiden der Männer. Das von Ricco Groß trainierte Team gewann nicht eine einzige Einzelmedaille, in der Staffel landete der Olympiasieger abgeschlagen auf Platz sechs. Wie sehr der Misserfolg die stolze Nation schmerzt, wurde gleich zum Auftakt deutlich: Nachdem sich Jekaterina Schumilowa in der Mixedstaffel eine Strafrunde eingehandelt hatte, war sie auf Facebook wüst beschimpft worden. Ihr Profil wurde daraufhin sogar gesperrt.
SIMON SCHEMPP (27/Uhingen): Der Schwabe reiste als Mitfavorit zum Saison-Höhepunkt, wurde dann aber zum Pechvogel. Von Krankheiten geschwächt war die glänzende Form der vergangenen Monate ausgerechnet in Oslo dahin. Mit der ersehnten ersten Einzelmedaille seiner Karriere wurde es nichts, zum Trost gab es mit der Mixedstaffel und der Männerstaffel aber zweimal Silber.
GABRIELA SOUKALOVA (26/Tschechien): Eigentlich ging es im Vorfeld der WM nur darum, wie viele Medaillen Soukalova in Oslo holen sollte. Beim Highlight des Winters schwächelte die Tschechin, obwohl sie immer unter den Top 12 landete. Dank ihrer Konstanz wird die sichere Schützin aber wohl erstmals den Gesamtweltcup gewinnen. Zwei vierte Plätze in Sprint uns Massenstart, Rang fünf im Einzel - da hatte sich die Hobbysängerin mehr ausgerechnet.
MIRIAM GÖSSNER (25/Garmisch): Ein WM-Start am Holmenkollen war der Große Traum von Miriam Gössner. Doch die zweimalige Staffel-Weltmeisterin trainierte in der Heimat ihrer Mutter nur und kam nicht wie erhofft zum Einsatz. Ihre Schwäche am Schießstand wurde ihr zum Verhängnis, doch die Garmischerin gibt nicht auf und wird bereits beim letzten Weltcup des Winters im russischen Chanty-Mansijsk wieder starten.
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