Biathlon-Weltcup Hochfilzen: Denise Herrmann-Wick sprintet zum Sieg - Erster Saisonerfolg für DSV-Mannschaft

Olympiasiegerin Denise Herrmann-Wick hat zwei Monate vor der Heim-WM in Oberhof ein dickes Ausrufezeichen gesetzt. Die 33-Jährige gewann den Weltcup-Sprint in Hochfilzen und holte den ersten Saisonerfolg für den DSV. Nach einer tadellosen Schießleistung triumphierte Herrmann-Wick beim Rennen über 7,5 km souverän vor Marketa Davidova aus Tschechien, Dritte wurde die Französin Julia Simon.

Herrmann-Wick stürmt in Hochfilzen zum ersten Saisonsieg

Quelle: Eurosport

Denise Herrmann-Wick erinnerte sich glückselig an den größten Triumph ihrer Karriere. "Null-null - das ist fast wie ein olympischer Sieg. Denn Hochfilzen war für mich die letzten Jahre immer die Horrorstrecke und der Horrorschießstand gewesen", sagte die 33-Jährige nach ihrem beeindruckenden Sprintsieg strahlend.
"Dass ich da mein Drama überwunden habe, ist natürlich ganz besonders. Das ist perfekt", fügte Herrmann-Wick im "ZDF" lachend an. Der Weltcup in Hochfilzen rutsche jetzt "ganz weit hoch in meiner Lieblingsliste".
Zwei Monate vor der Heim-WM in Oberhof setzte die Olympiasiegerin von Peking ein dickes Ausrufezeichen. Nach einer tadellosen Schießleistung triumphierte die deutsche Vorzeige-Biathletin beim Rennen über 7,5 km in 20:07,1 Minuten souverän vor Marketa Davidova aus Tschechien (1/+18,1 Sekunden)und der Französin Julia Simon (1/+20,1).
Nach ihrem achten Weltcupsieg hat sich Herrmann-Wick, die beim Auftakt in Kontiolahti zweimal als Sechste das Podest noch verpasst hatte, für das Verfolgungsrennen am Samstag über 10 km eine glänzende Ausgangssituation verschafft. Für den DSV war es bereits der fünfte Podestplatz des Winters.
picture

Achter Weltcup-Sieg: Herrmann-Wick jubelt in Hochfilzen

Quelle: Eurosport

Hermann-Wick will zur WM noch zulegen

Dabei habe sie vor der eisigen Loipe in Hochfilzen "im Training richtig Schiss gehabt". Deshalb sei sie nicht wie sonst "mit der Rasierklinge im Mund" unterwegs gewesen, sagte sie bei Sky. Sie habe nur versucht "einen Flow reinzubekommen. Das hat sich ausbezahlt. Das war ein richtig gutes Rennen." Aber mit Blick auf die WM müsse es "auf der Strecke schon noch etwas schneller gehen".
Herrmanns Flow fehlte den anderen deutschen Athletinnen diesmal, die allesamt eine Top-20-Platzierung verpassten. Für Franziska Preuß stand aber ohnehin erst einmal im Vordergrund, "überhaupt am Start stehen zu können. Deshalb passt das schon. Es war zäh auf der Strecke", sagte die 28-Jährige nach zwei Schießfehlern. Wenn die Routine zurückkomme, "wird das besser".
In Kontiolahti hatte Preuß wieder einmal wegen gesundheitlicher Probleme gefehlt. Bereits im Sommer hatte es wegen ihrer unendlichen Krankheitsgeschichte deshalb Phasen gegeben, verriet sie vor dem Sprint bei Sky, "da hatte ich schon Motivationsprobleme".
Die Männer starten am Freitag (13:45 Uhr live bei Eurosport) mit dem Sprint über 10 km in den Weltcup in Hochfilzen. David Zobel hat nach dem starken Auftritt von Kontiolahti aber vor zu hohen Erwartungen gewarnt. Falls nun im Sprint "niemand unter die besten 20 läuft, ist Kontiolahti auch schnell wieder vergessen", sagte der 26-Jährige vor dem Start dem Münchner Merkur/tz."
Am Samstag steht neben dem Frauen-Verfolger die Staffel der Männer auf dem Programm. Die Staffel der Frauen und die Verfolgung der Männer sind zum Abschluss des Weltcups am Sonntag geplant.
Das könnte Dich ebenfalls interessieren: "Lohnt sich das Ganze noch?": Preuß dachte an Karriereende
(SID)
picture

Achter Weltcup-Sieg: Herrmann-Wick jubelt in Hochfilzen

Quelle: Eurosport

Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung