Hochfilzen: Lisa Vittozzi kehrt nach langer Leidenszeit an die Spitze zurück - Biathlon-Star wird nach Sieg emotional

Zum ersten Mal seit März 2024 feierte Lisa Vittozzi am vergangenen Sonntag einen Weltcupsieg. Im Anschluss an ihren Triumph in der Verfolgung von Hochfilzen kämpfte die Italienerin, welche den kompletten Biathlon-Winter 2024/25 aufgrund von Rückenschmerzen verpasst hatte, mit den Tränen. "Das letzte Jahr war wirklich schwierig", meinte sie und gab einen tiefen Einblick in ihre Gefühlswelt.

Tränen bei Vittozzi: "Bedeutet mir die Welt"

Quelle: Eurosport

"Trotzdem habe ich hart gearbeitet und wusste stets, dass eines Tages alles zurückkommen wird", führte sie im offiziellen Siegerinterview aus. "Diesem Gefühl habe ich vertraut – und heute war einfach mein Tag. Das bedeutet mir die Welt."
Nachdem sie im Sprint am Freitag noch auf Platz 14 gelandet war, blies sie zwei Tage später zur großen Aufholjagd - und katapultierte sich mit einer makellosen Darbietung am Schießstand an ihrer Konkurrenz vorbei.
"Endlich ist mir ein perfektes Rennen gelungen. Heute bin ich mit dem Vorhaben gestartet, Spaß zu haben. Und das hat geklappt", wurde Vittozzi in einer Pressemitteilung des italienischen Wintersportverbandes FISI zitiert. "Auf das Podest zurückzukehren ist ein unglaubliches Gefühl. Diesen Tag habe ich schon sehr lange herbeigesehnt."
Die Herausforderungen des zurückliegenden Jahres könne sie nun endlich hinter sich lassen. "Dieser Tag hat all die Tränen und schwierigen Momente der vergangenen Monate wettgemacht. Ich bin glücklich und werde diesen Moment genießen."

Der Vittozzi-Triumph kam nicht überraschend

Schließlich widmete sie ihren Sieg all jenen Menschen, welche ihr in dieser schwierigen Periode zur Seite gestanden haben.
Damit bezog sie sich auch auf ihre beiden Trainer Alexander Inderst und Edoardo Mezzaro, mit denen sie die Vorbereitung in einem kleinen Rahmen und abgesondert vom restlichen Team absolviert hatte.
Mezzaro, Schießtrainer der zweimaligen Weltmeisterin, betrachtet den Siegeszug von Vittozzi als Bestätigung der Arbeit der vergangenen Monate.
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Highlights: Makellose Vittozzi mit beeindruckender Aufholjagd

Quelle: Eurosport

"Es ist unbeschreiblich", erklärte er im Interview mit "Fondo Italia". "Große Emotionen und vor allem etwas, das uns Vertrauen in die Arbeit gibt, die wir seit diesem Sommer leisten. Und für Lisa ist es ein großer Schub an Selbstvertrauen, den sie gebraucht hat."
Beim Weltcup-Auftakt in Östersund war Vittozzi in den individuellen Disziplinen Einzel (10.), Sprint (15.) und Verfolgung (11.) auch aufgrund einiger Ungenauigkeiten am Schießstand noch nicht der Sprung auf das Podium gelungen. Dass der Knoten schließlich bereits in den Tiroler Alpen platzte, überraschte Mezzaro nicht.
"Ich wusste, dass es möglich war, weil man in den vergangenen Tagen gesehen hat, dass es passieren kann, wenn im Rennen alles zusammenpasst", unterstrich er.

Vittozzi lebt von Tag zu Tag

Überstürzen wollen Vittozzi und ihr Team auf ihrem gemeinsamen Weg nichts. "Ich lebe von Tag zu Tag, jeder Tag ist anders. Ich fühle mich gut und schieße gut", so die achtmalige Weltcupsiegerin. "Wichtig ist einfach, gesund zu bleiben."
Auch Mezzaro will bei den Zielen für die kommenden Wochen und Monate - selbst mit Blick auf die Olympischen Spiele 2026 in Mailand und Cortina d'Ampezzo (6. bis 22. Februar live und on-demand bei discovery+) keinen Träumereien verfallen.
"Im Großen und Ganzen machen wir einfach so weiter wie bisher und arbeiten weiterhin an diesem Flow im Wettkampf", hob er hervor. "Je mehr Rennen sie bestreitet, desto mehr wird sie ihn wiederfinden. Man muss noch ein wenig Geduld haben, es braucht noch ein paar Rennen – mit Vertrauen."
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