Jeanne Richard über Olympia-Rückzug: "Nicht, was ich mir vorgestellt hatte" - Entscheidung gemeinsam mit Trainerteam
Publiziert 26/02/2026 um 11:02 GMT+1 Uhr
Jeanne Richard hat nach ihrem überraschenden Verzicht auf eine Teilnahme an den Olympischen Spielen Stellung bezogen. Auf ihrem LinkedIn-Profil sprach sie von einer bewussten Abwägung. Es sei eine "strategische Entscheidung" gewesen, die ihr keineswegs leicht gefallen sei. Als Reservistin seien die Einsatzchancen "extrem gering", erklärte sie nun mit Blick auf die Vorkommnisse.
Emotionaler Abschied: Wierer nach letztem Weltcup geehrt
Quelle: Eurosport
Die 23-Jährige war ursprünglich als Ersatzläuferin ins französische Olympia-Team berufen worden. Noch vor Beginn der Wettkämpfe wurde sie jedoch aus dem Trainingslager abgezogen und startete stattdessen im IBU-Cup.
Eine spätere Nachreise zu den Spielen stand im Raum – dazu kam es jedoch nicht. Richard kehrte nach Frankreich zurück, um sich gezielt auf den weiteren Saisonverlauf vorzubereiten.
Gleichzeitig machte Richard deutlich, dass sie ihre Perspektive ehrlich einschätze: "Aber ich bin realistisch. Die Spiele als zweite Reservistin zu erleben, ist nicht das olympische Projekt, das ich mir vorgestellt hatte."
Eine Reise nach Südtirol hätte für sie vor allem "Reisen, Müdigkeit und weniger Zeit für gute Arbeit" bedeutet. Gemeinsam mit ihrem Trainerteam habe sie deshalb "die Option gewählt, die am besten zu meinem Ziel passt: Meine Leistung zu optimieren und meine Chancen zum Saisonende zu erhöhen."
Richard und Olympia: "Frustrierend"
Dennoch räumte die Französin ein, dass die Situation emotional belastend gewesen sei. Dieser Prozess sei "frustrierend" und "emotional fordernd". Manchmal entstehe Leistung nicht in der Loipe, sondern "durch die Entscheidung, die wir treffen", schrieb sie weiter.
Für Richard geht es nun zunächst im zweitklassigen IBU-Cup weiter, der aktuell in den USA stattfindet. Dort will sie mit starken Ergebnissen auf sich aufmerksam machen – in der Hoffnung, sich noch für das Weltcup-Finale am Holmenkollen in Oslo zu empfehlen.
Noch im vergangenen Jahr war Richard wegen angeblicher Gewehr-Manipulation ins Kreuzfeuer geraten. Der französische Verband positionierte sich anschließend.
Das könnte Dich auch interessieren: Ex-Biathlet äußert brisante Kritik: DSV-Team trainiert wie 2012
/origin-imgresizer.eurosport.com/2026/02/21/image-27161645-bdd8-4d01-bf0b-0032addff220-85-2560-1440.png)
Martin Schmitt macht Olympia-Roadtrip: Zu Besuch beim Biathlon
Quelle: Eurosport
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung