Biathletin Johanna Puff spricht nach Zusammenbruch über Herzmuskelentzündung, Panikattacken und Olympische Winterspiele
Publiziert 27/01/2026 um 15:29 GMT+1 Uhr
Die Biathletin Johanna Puff hat nach ihrem Zusammenbruch beim IBU-Cup in Obertilliach am 8. Dezember 2025 in einem Interview mit "web.de" über ihre Herzmuskelentzündung, Panikattacken, ihren Karriereplan, den Druck im Leistungssport und die verpassten Olympischen Winterspiele gesprochen. Bei Olympia wird die 23-Jährige trotzdem vor Ort sein - um ihren Partner Lukas Hofer zu unterstützen.
Johanna Puff sprach nach ihrem Zusammenbruch über ihren gesundheitlichen Zustand
Fotocredit: Getty Images
"Ich erinnere mich vor allem an einen extremen Druck auf der Brust und massive Atemprobleme. Ich habe alles noch mitbekommen, auch den Abtransport mit den Notärzten. Ich hatte zwei Panikattacken", schilderte Puff die Geschehnisse Anfang Dezember in Österreich. "Danach ging es ins Krankenhaus – und der Tag war irgendwie sehr schnell vorbei. Kurz darauf war ich schon wieder zu Hause."
Ihre Herzmuskelentzündung liege in einer "milderen Form" vor, nicht in einer extremen, gab die gebürtige Rosenheimerin preis.
Ob sich diese Probleme angedeutet hätten? "Ich habe gemerkt, dass ich extrem wenig Energie hatte. Im Training hatte ich zwei-, dreimal Herzrasen. Das habe ich auch unserer Ärztin gesagt, aber die Werte waren in Ordnung", so die Biathletin.
Puff über Druck und Olympia: "Kindheitstraum bricht zusammen"
Puff äußerte sich außerdem über den Druck, im Profisport an den Start gehen zu müssen. "Ich musste die Qualifikation laufen, es stand viel auf dem Spiel. Wenn man das medizinische Go bekommt und die Werte passen – welcher Sportler sagt dann: 'Nein, ich verzichte'? Das ist eine sehr schwierige Entscheidung."
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Olympia-Sportstätten im Überblick - von Antholz bis Val di Fiemme
Quelle: SID
Unter anderem ginge es um Startplätze, Sponsoren und Perspektiven - zum Beispiel für die Olympischen Winterspiele 2026.
Puff erklärte: "Klar, ich bin 23 und es ist vermutlich nicht die letzte Möglichkeit. Aber Olympia ist nur alle vier Jahre, es ist ein Kindheitstraum. Der bricht schon ein Stück weit zusammen. Trotzdem: Es hätte auch alles gut laufen können, und ich hätte es trotzdem nicht geschafft."
Gänzlich verpassen wird sie die Spiele in Italien jedoch nicht: "Ich werde wahrscheinlich die erste Woche nach Antholz rüberfahren, um Lukas (Hofer, 36-jähriger italienischer Biathlet und Puffs Partner; Anm. d. Red.) zu unterstützen. Wahrscheinlich schaue ich mir dann auch die Mixed-Staffel an, wobei es nicht leicht ist, Karten zu bekommen."
Sportliches Comeback zunächst kein Thema
Über ihren aktuellen Gesundheitszustand berichtete sie: "Es ist besser, würde ich sagen – aber gut ist es noch nicht. Ich bin sportlich noch überhaupt nicht zurück. Diese Woche habe ich meine Nachkontrolle in Berlin. Es steht ein MRT an und zusätzlich eine sportmedizinische Untersuchung."
Doch solange sie "kein klares Okay" für ein Comeback erhalte, beschäftige sie sich damit nicht.
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Quelle: Eurosport
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