Karoline Offigstad Knotten fliegt aus norwegischem A-Kader vor Olympiasaison: "Neugierig zu sein heißt nicht, illoyal zu sein"

Der norwegische Skiverband hat Karoline Offigstad Knotten aus dem A-Kader für die kommende Saison gestrichen. Stattdessen erhält Ragnhild Femsteinevik den Platz im Eliteteam. Die Entscheidung kommt überraschend, weil Knotten in der vergangenen Saison als 14. immerhin zweitbeste Norwegerin im Gesamtweltcup war. Es seien auch keine sportlichen Gründe gewesen, sagte Cheftrainer Per Arne Botnan.

Karoline Knotten

Fotocredit: Getty Images

Knotten sei stattdessen aus dem Kader geflogen, weil sie im Hinblick auf die Olympischen Spiele 2026 nicht das von Verbandsseite vorgegebene Programm mitgehen wollte. Stattdessen wolle die 30-Jährige eigene Schwerpunkte setzen.
Man habe die Athletin, die sich aktuell auf Zypern aufhalten, in einem Telefonat informiert. "Es ist eine harte Entscheidung. Wir verstehen natürlich, dass Karoline enttäuscht ist", sagte Botnan.
Er ergänzte allerdings: "Wir brauchen Athleten und Athletinnen, die das Programm zu 100 Prozent mittragen und darauf vertrauen, dass es der Plan ist, der jedem Einzelnen die bestmöglichen Erfolgschancen bietet. Wir und Karoline Knotten haben unterschiedliche Wünsche und Bedürfnisse für die nächste Saison. Deshalb haben wir uns entschieden, dass Karoline nicht Teil der Nationalmannschaft sein wird."
Knotten zeigte sich über die Entscheidung verärgert. "Es war ein Schock", sagte sie dem "NRK".

Streitpunkt Höhentrainingslager

Hintergrund soll ein Höhentrainingslager in Vorbereitung auf die kommende Saison sein.
Knotten erklärte, dieses Trainingslager bereits seit zehn Jahren absolviert zu haben und Erfahrungen gesammelt zu haben.
"Aber mir wird nicht erlaubt, diese Erfahrung auch zu nutzen, weil alle das Gleiche machen sollen", kritisierte die Norwegerin: "Neugierig zu sein heißt nicht, illoyal zu sein". Jeder reagiere anders auf die Höhe.
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Quelle: Eurosport


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