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Biathlon-Weltcup in Kontiolahti - Deutsches Debakel bei Dreifachsieg der Norweger: "Die Ansprüche sind viel höher"
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Update 04/12/2024 um 09:52 GMT+1 Uhr
Dominanz pur: Endre Strömsheim hat beim Biathlon-Weltcup im finnischen Kontiolahti den zweiten Sieg seiner Karriere gefeiert. Im verkürzten Einzel über 15 Kilometer setzte sich der norwegische Newcomer dank eines fehlerfreien Schießens vor seinen Landsmännern Johannes Thingnes Bö und Sturla Holm Lägreid durch. Die deutschen Herren enttäuschten hingegen, bester DSV-Athlet wurde Philipp Nawrath.
Die Lehren des Männer-Einzels: Daran hakte es beim DSV-Team
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Völlig ausgelaugt hing Philipp Nawrath auf seinen Stöcken, der norwegischen Party im Zielbereich konnte er nur neidisch zusehen: Die deutschen Biathleten haben im verkürzten Einzel von Kontiolahti ein Debakel erlebt.
Mit Hoffnungen auf einen Podestplatz in das erste Individualrennen des Jahres gegangen, lief beim Aufgebot des Deutschen Skiverbandes vor allem am Schießstand überhaupt nichts zusammen. Am Ende belegte Nawrath als bester Deutscher nur den 22. Platz - viel zu wenig für die ambitionierte DSV-Mannschaft.
"Die Ansprüche sind viel höher, gerade mit unserem Start im vergangenen Jahr", sagte Nawrath am "ARD"-Mikrofon. Hatte mit Roman Rees in der vergangenen Saison ein Deutscher direkt beim Auftakt in Östersund das Einzelrennen gewonnen, blieben die DSV-Athleten nun meilenweit von einem solchen Coup entfernt.
"Wir wollten uns schon in den vorderen Platzierungen einsortieren. Bester Deutscher zu sein, ist kein Highlight", sagte der 31-Jährige, der mit drei Schießfehlern fast drei Minuten langsamer als die Spitze war.
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"Riesenchance": Strömsheim bleibt fehlerfrei im letzten Schießen
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DSV-Auftritt "doppelt bitter" - Norwegen einmal mehr dominant
Hinter Nawrath wurde Danilo Riethmüller als nächster DSV-Athlet 30. (3 Schießfehler/+3:08,4 Minuten). Alle weiteren lagen außerhalb der ersten 30. "Wir haben alle mehr drauf", versicherte Nawrath.
"Das ist weit entfernt von den Ansprüchen. Läuferisch waren sie alle zu weit weg, am Schießstand sowieso. Dass die DSV-Athleten in der Kompaktheit heute so schwach waren und keiner durchkam, ist doppelt bitter", sagte Eurosport-Experte Michael Rösch über den Auftritt der deutschen Sportler.
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"Passiert ihm fast nie": Strelow schwächelt am Schießstand
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An der Spitze machten die Norweger derweil da weiter, wo sie in der vergangenen Saison aufgehört hatten. In einem engen Fernduell behielt Endre Strömsheim nach einer fehlerfreien Schießleistung gegen Dominator Johannes Thingnes Bö (1) um drei Sekunden die Oberhand.
Platz drei ging an Landsmann Sturla Holm Lägreid (0/+24,2 Sekunden). "Es war aufregend", jubelte der Sieger, der damit das Gelbe Trikot übernahm.
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Er macht es nochmal spannend: Bö behält die Nerven
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Erstes Rennen mit neuer Startnummern-Regelung
Im verkürzten Einzel waren die Stars erst deutlich später als in den vergangenen Jahren gestartet. Der Weltverband IBU hatte vor der Saison bekannt gegeben, dass die Top 15 des Gesamtweltcups in den Einzel- und Sprintrennen höhere Startnummern erhalten.
Während sich die IBU damit spannende Wettkämpfe bis zum Schluss verspricht, befürchten die Athleten Nachteile bei den Streckenbedingungen. Bei leichten Minusgraden und festem Untergrund in Finnland bestätigte sich diese Sorge aber zumindest beim ersten Testlauf nicht.
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Rösch erklärt: Das bedeutet die neue Startgruppen-Regelung
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Am Mittwoch steht nun das verkürzte Einzelrennen für die Frauen auf dem Programm. Hier müssen 12,5 Kilometer gelaufen werden. Am Freitag sind dann die Männer im ersten Sprint des Jahres (jeweils 16:20 Uhr auf Eurosport) auf Wiedergutmachung aus. "Wir werden nicht aufstecken", sagte Nawrath positiv gestimmt.
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(SID)
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Biathlon - 15k Individual - Kontiolahti - Interview - Johannes Thingnes Boe
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