Vebjörn Sörum wehrt sich gegen Ausbootung aus dem norwegischen Kader: "Mangelnder Respekt und schlechte Behandlung"

Eurosport bei Google

Die Ausbootung von Endre Strömsheim und Vebjörn Sörum aus sämtlichen Nationalkadern bleibt das große Thema im norwegischen Biathlon: In den vergangenen Monaten hatten sich unter anderem Vetle Sjaastad Christiansen und Johannes Dale-Skjevdal dazu geäußert, nun legte mit Sörum einer der Betroffenen nach. Der dreifache Weltcup-Sieger warf seinem Heimatverband "mangelnden Respekt" vor.

"Sensationell": Sörum siegt völlig überraschend im Einzel

Quelle: Eurosport

"Wenn ich ein Jahr lang krank und verletzt bin, finde ich es nicht fair, aus dem gesamten System ausgeschlossen zu werden", betonte Sörum bei "TV2".
Der 28-Jährige hatte in der vergangenen Saison mit Verletzungsproblemen zu kämpfen, absolvierte deshalb nur einen einzigen Wettkampf im Weltcup.
"Nur eine Saison zu bewerten, halte ich für einen großen Fehler. Wir haben schon oft gesehen, dass Athleten krank werden und sich verletzen", sagte der dreifache Europameister.
Sein Vertrauen in den Verband und seine Führungskräfte sei "gleich null".

Sörum: "Innerlich schockiert und wütend"

Der norwegische Verband hatte im April entschieden, Strömsheim und Sörum nicht nur aus dem Elite-Kader zu streichen, sondern ihnen auch einen Platz im B-Team zu verwehren.
Gerade das sorgte bei den ehemaligen Kollegen der beiden für Unverständnis. Olympiasieger Christiansen sprach etwa von "unlogischer Brutalität".
picture

Sörum gewann im Januar 2025 in Ruhpolding

Fotocredit: Getty Images

"Äußerlich betrachtet, habe ich die Situation professionell gemeistert. Innerlich war ich jedoch schockiert und wütend. Das habe ich auch deutlich zum Ausdruck gebracht", sagte Sörum nun.
Bei seiner Kritik gehe es ihm "erstens um mangelnden Respekt und schlechte Behandlung auf persönlicher Ebene", erklärte der 28-Jährige: "Und zweitens um die Rechte der Athleten."

Sportdirektor Mäland reagiert

Bei "TV2" nahm Norwegens Sportdirektor Lars Mäland die Möglichkeit wahr, direkt auf die Kritik zu reagieren. Diese sei "sehr traurig und bedauerlich zu hören", sagte Mäland.
"Ich kann das natürlich nachempfinden. Das nehmen wir sehr ernst. Die Athleten stärker einzubeziehen, ist mein Ziel. Aber ich stehe noch ganz am Anfang", betonte der Sportdirektor – es ist ein Anfang mit maximalem Gegenwind.
picture

Fourcades verrücktestes Rennen: Verfolgung durchs Eurosport-Büro

Quelle: Eurosport


Mehr als 2 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung