Vetle Sjaastad Christiansen kritisiert Ausbootung von Endre Strömsheim und Vebjörn Sörum: "Unlogische Brutalität"
Von Niklas Bien
Update 11/08/2026 um 07:03 GMT+2 Uhr
Endre Strömsheim und Vebjörn Sörum gehören ab der kommenden Saison nicht mehr zur norwegischen Biathlon-Nationalmannschaft – der Verband verweigerte den beiden Weltcup-Startern der vergangenen Saison im April nicht nur den Platz im Elite-Team, sondern auch im B-Kader. Weltmeister und Olympiasieger Vetle Sjaastad Christiansen hat für die "unlogische Brutalität" nur wenig Verständnis.
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Quelle: Eurosport
"Es war sehr hart, dass Vebjörn und Endre plötzlich ohne Verbandsplatz dastanden. Das ist es, was uns am meisten trifft", sagte Christiansen im Gespräch mit "TV2".
Strömsheim und Sörum haben in den vergangenen Jahren nachgewiesen, dass sie im Weltcup eine gute Rolle spielen können. Im vergangenen Jahr kamen beide überhaupt nicht in Tritt.
Strömsheim sammelte im Weltcup nur drei Punkte ein, Sörum kämpfte sich nach verschiedenen körperlichen Baustellen erst im Dezember zurück und startete nur ein einziges Mal im auf der höchsten Wettkampfebene. In der kommenden Saison wird mit hoher Wahrscheinlichkeit kein weiterer Start auf der größten Bühne dazukommen.
Zu Unrecht, wenn es nach Christiansen geht, in den letzten "fünf, sechs Jahren" seien sie "sehr wertvolle Teammitglieder" gewesen: "Wir alle finden, dass man nach einem Jahr voller Krankheit und Verletzungen mehr Geduld haben sollte, anstatt sie gleich aus dem Kader zu werfen", betonte der 34-Jährige.
Botn zeigt kein Verständnis
Spitzensport ist brutal", führte Christiansen aus: "Aber es gibt einen Mittelweg. Unlogische Brutalität lässt sich vermeiden."
Auch Senkrechtstarter Johan-Olav Botn, der einen der freien Kaderplätze einnimmt, hätte sich einen anderen Umgang mit den beiden ehemaligen Kader-Athleten gewünscht.

Endre Strömsheim startete im Dezember in Östersund
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"Dass man es nicht geschafft hat, acht Mann in eine Nachwuchsmannschaft zu bringen, oder eine solche Lösung zu finden, ist für mich nicht verständlich", sagte der 26-Jährige im Mai zu "Verdens Gang".
Es ist eine Entscheidung mit Sprengkraft – das zeigen die Reaktionen von Norwegens Biathlon-Elite deutlich. An der Nominierung wird das aber wohl nichts mehr ändern.
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