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Biathlon: Johannes Thingnes Bö gibt mit zwei schwachen Ergebnissen Rätsel auf - Legende Ole Einar Björndalen in Sorge
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Update 19/11/2024 um 23:23 GMT+1 Uhr
Johannes Thingnes Bö geht in eine Saison, die historisch werden soll. Der Norweger will bei den Weltmeisterschaften zum alleinigen Rekord-Champion aufsteigen, im Weltcup greift er nach der sechsten großen Kristallkugel. Eigentlich ist Bö dies ob seiner Extraklasse absolut zuzutrauen - wenn da nicht die mauen Ergebnisse aus der Vorbereitung wären. Ole Einar Björndalen zweifelt bereits am Superstar.
Bö witzelt nach Triumph: "Björndalen ist der nächste!"
Quelle: Eurosport
Johannes Thingnes Bö scheine "mit etwas zu kämpfen", befand Ole Einar Björndalen im Interview mit dem Sender "TV2". Er könne "nicht sagen, ob es körperlich, mental oder familiär bedingt ist, aber er ist eindeutig nicht er selbst."
Grund für die Einschätzungen der Biathlon-Legende waren die Leistungen seines Landsmanns bei den traditionellen Sesongstart-Rennen, die vor wenigen Tagen in Sjusjön bei Lillehammer ausgetragen wurden.
Überflieger Bö kam zunächst im Sprint nur auf Rang zehn, tags darauf trudelte er im Massenstart als 17. im Ziel ein. Besorgniserregend war die Lauf-Performance.
Im Sprint stand auf der Schlussrunde lediglich die 33. Laufzeit zubuche. "Auf der letzten Runde war er von der Körpersprache nicht mehr so motiviert, kriegt 37 Sekunden", gab 2006-Olympiasieger Michael Rösch im Podcast "Extrarunde" zu bedenken. Und auch im Massenstart wurde Bö in der ersten Runde nur als 26. gestoppt, im letzten Umlauf war es immerhin die siebtschnellste Zeit.
Bö nimmt Björndalens Rekorde ins Visier
"Er war nicht ganz bei der Sache und nicht in der richtigen Verfassung", so Björndalen, der fürchten muss, in diesem Winter zwei Rekorde an Bö zu verlieren.
Holt der 31-Jährige bei den Weltmeisterschaften im Februar in Lenzerheide (SUI) einen Titel, wäre er mit 21 Goldmedaillen alleiniger Rekordmann vor Björndalen, der bei 20 steht. Nimmt man nur die Individualrennen zum Maßstab, hat der Ex-Biathlet mit elfmal Gold einen Titel mehr auf dem Konto. Noch.
Rösch über Bö: "Ein bisschen Bauchschmerzen habe ich"
Ob Bö im kommenden Winter aber tatsächlich wieder von Sieg zu Sieg eilt, ist durch die Resultate von Sjusjön fraglich geworden. "Ein bisschen Bauchschmerzen habe ich schon. Ja, in zwei Wochen wird die Welt anders aussehen, aber ich habe schon Rennen mit zwei Fehlern gesehen, die hat er anders gestaltet", so Rösch.
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König der Biathleten: Bö erhält große Kristallkugel
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Bö kenne "seinen Körper am besten", brauche aber "jetzt viel Schlaf und Erholung. Er ist zweifacher Vater, das ist natürlich auch nochmal so ein Punkt, der auf einen einprasselt." Nichtsdestotrotz habe Bö im Gespräch mit dem norwegischen Rundfunk NKR klargestellt, dass er die Björndalen-Marken angreifen wolle. "Er will 21 WM-Goldmedaillen, er will alleine oben stehen", glaubt Rösch.
Christiansen: Zweifel an Bö sind "dumm"
Noch mag er nicht in der Verfassung sein, die ambitionierten Ziele zu realisieren, dennoch räumt Björndalen dem Dominator der vergangenen Jahre gute Chancen ein. "Ich denke, dass er in vier oder fünf Tagen wieder auf Schnee unterwegs sein wird - und dann ist er bereit für Kontiolahti. Dann wird es in den finnischen Wäldern nach Feuer riechen", prognostizierte der 50-Jährige.
Noch drastischer drückte es Bös Teamkollege Vetle Sjastad Christiansen aus. "Diejenigen von uns, die an Johannes zweifeln, sind dumm", echauffierte sich der Staffel-Olympiasieger von Peking 2022 bei "TV2". Spätestens im Dezember in Hochfilzen und Le Grand-Bornand werde der 31-Jährige in der Loipe wieder der Alte sein.
Bö selbst gab sich kämpferisch und selbstkritisch. Nach den Rückschlägen bei den Sesongstart-Rennen verkündete er: "Jetzt muss ich aufwachen."
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