Weltcup-Sprint in Kontiolahti: Philipp Nawrath schlägt alle Norweger um Johannes Thingnes Boe und wird Dritter

Philipp Nawrath hat als Dritter beim Weltcup-Sprint in Kontiolahti ein erstes Ausrufezeichen für die deutschen Biathlon-Männer in diesem Winter gesetzt. Beim Sieg des Franzosen Emilien Jacquelin ließ Nawrath auch alle starken Norweger hinter sich. Johannes Thingnes Boe wurde Fünfter. Das Podium komplettierte der Schwede Sebastian Samuelsson als Zweitplatzierter.

Nawrath sichert Podiumsplatzierung mit fehlerfreiem Schießen

Quelle: Eurosport

Philipp Nawrath stürzte völlig erschöpft ins Ziel. Es dauerte ein bisschen, bis der 31-Jährige nach seinem Kraftakt realisierte hatte, was ihm im Sprint von Kontiolahti gelungen war. Beim überlegenen Sieg des Franzosen Emilien Jacquelin stürmte Nawrath auf einen tollen dritten Rang und sorgte drei Tage nach dem Einzel-Debakel der DSV-Männer für Wiedergutmachung.
"Mein Rennen war strategisch richtig gut. Ich bin megahappy. Es ist ein sensationelles Ergebnis. Auch die Zweifel, ob es in die richtige Richtung geht, fliegen ein bisschen weg. Da fällt eine kleine Last ab", sagte Nawrath nach dem Rennen über 10 km. Er habe gewusst, fügte er an, "dass wir mehr drauf haben. Wir wollten angreifen. Ich wusste, dass ergebnistechnisch mehr kommen sollte. Aber trotzdem war ich einigermaßen locker."
Erleichtert war auch Disziplintrainer Jens Filbrich. "Das war Gold wert und für die Mannschaft extrem wichtig. Dann kommt die Lockerheit und die Zuversicht für die nächsten Rennen", betonte er.
Nawrath lag nach fehlerfreier Schießleistung 25,1 Sekunden hinter Jacquelin, der ebenfalls die Null schoss und in 23:03,1 Minuten vor dem Schweden Sebastian Samuelsson (1/+18,9 Sekunden) triumphierte. Für Nawrath war es das vierte Podium seiner Karriere. Der norwegische Superstar Johannes Thingnes Bö (2/+51,0) wurde Fünfter.

Deutlich verbesserte Mannschaftsleistung des deutschen Teams

Im Einzel am Dienstag hatten die DSV-Männer noch eine herbe Pleite erlebt. Nawrath war als bester Deutscher nur auf Rang 22 gelandet. Philipp Horn (2/+1:19,0 Minuten) als 17., Johannes Kühn (2/+1:20,3) als 19. und Danilo Riethmüller (1/+1:21,5) auf Rang 21 zeigten sich im Sprint aber auch verbessert.
Nawrath lieferte, nachdem Sportdirektor Felix Bitterling das Team in die Pflicht genommen hatte. "Wir müssen am Schießstand aufwachen", hatte er betont. Auch Velepec war erst einmal erschüttert gewesen: Im Vergleich zu Norwegen und Frankreich sei man "nicht wettbewerbsfähig" gewesen. Doch schon im Sprint war dies anders.
Am Samstag (17:10 Uhr live auf Eurosport) geht es mit dem Sprint der Frauen über 7,5 km weiter. Die deutschen Hoffnungen ruhen dabei auf Franziska Preuß, Fünfte im Einzel, und auf Vanessa Voigt (9.). Am Sonntag wird der Weltcup in Kontiolahti mit den Massenstarts (14:30 Uhr und 17:10 Uhr live auf Eurosport und discovery+) abgeschlossen.
(SID)

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Quelle: Eurosport


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