Zwar gebe es "einige Arrivierte, die ihre Leistung bringen", allerdings fehle "der ganz große Druck" von unten, so Dahlmeier. "Die Situation muss man annehmen und versuchen, den Nachwuchs über die nächsten Jahre Schritt für Schritt heranzuführen", sagte sie: "Einen Top-Athleten kann man nicht aus dem Hut zaubern, aber wenn er da ist, muss man ihn fördern."
Die Ursachen für die stockende Entwicklung sieht die siebenmalige Weltmeisterin, die 2019 mit 25 Jahren ihre Karriere beendet hatte, nicht in der Sportförderung. "Es gibt viele Spitzensport-Förderstellen, beim Zoll, bei der Bundeswehr, bei der Polizei", sagte sie. Allerdings werde es "zunehmend schwieriger, junge Menschen für den Sport zu begeistern".
Ihre eigene Expertise wird Dahlmeier, die sich seit ihrem Karriereende unter anderem als Bergläuferin fit hält, vorerst nicht einbringen. Grundsätzlich sei es "schon schön, Erfahrungen weitergeben zu können und sie nicht im Keller verschwinden zu lassen", sagte sie, ergänzte aber auch: "Aktuell bin ich noch dabei, meinen Weg zu finden. Ich habe verschiedene Projekte, deswegen glaube ich nicht, dass ich jetzt sofort zurückgehe."
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Neben ihren sportlichen Aktivitäten studiert Dahlmeier derzeit im sechsten Semester Sportwissenschaften an der TU München. Für ihre erfolgreiche Laufbahn sei sie nach wie vor dankbar und sehne sich manchmal danach zurück. "Allerdings weiß ich eben auch, was dazugehört, um ganz oben stehen zu können. Es ist eine enorme Belastung", sagte sie.
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(SID)

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