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Erik Lesser widerspricht Darya Domracheva zu Ukraine-Krieg und Sanktionen gegen Russland und Belarus
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Publiziert 25/03/2022 um 09:24 GMT+1 Uhr
Die ehemalige Top-Biathletin Darya Domracheva hat sich auf Instagram zum Krieg in der Ukraine geäußert und dabei die Sanktionen gegen russische und belarussische Sportler*innen scharf kritisiert. Erik Lesser widersprach der Belarussin in einem Kommentar vehement und meinte: "So zu tun, als wäre nichts geschehen, ist nicht richtig. Es herrscht Krieg im Namen Russlands!"
Erik Lesser | Biathlon | ESP Player Feature
Fotocredit: Getty Images
Weiter schrieb der 33-Jährige, der erst am vergangenen Wochenende seine Karriere beendet hatte: "Danke, Darya, für deine Worte. Was ist die Lösung? Dass RUS und BLR wie in den guten alten Zeiten gegeneinander als neutrale Sportler antreten können?"
Das Verbot russischer Flaggen und Farben sei "das Minimum an Sanktionen", meinte Lesser.
Domracheva erklärte, sie empfinde es als "eine absolute Ungerechtigkeit gegenüber jenen Sportlern, die keine Kriege entfesselt haben, die Gegner einer militärischen Lösung von Konflikten sind, die den Sport von ganzem Herzen lieben und ihm ihr ganzes Leben widmen".
"Viele menschliche Schicksale wurden während des Krieges zerstört, aber warum versuchen wir, noch mehr Schicksale zu zerstören, die in der aktuellen Situation unschuldig sind?", kritisierte die Belarussin.
Darya Domracheva fordert Sanktionen gegen Einzelpersonen
"Ich halte es für absolut naiv zu glauben, dass der Ausschluss belarussischer und russischer Sportler von internationalen Wettkämpfen zur Lösung des militärischen Konflikts beitragen wird", stellte Domracheva klar. Sie hoffe, "dass der Krieg bald zu Ende sein wird und der Frieden kommt".
Sanktionen sorgten aus ihrer Sicht jedoch nur dafür, "Zwietracht unter den Menschen zu säen", so die 35-Jährige. Sport habe "die Chance, Frieden zu bringen, zu vereinen, nicht zu spalten, fair und ehrlich zu sein. Ich fordere dazu auf, diese Chance zu nutzen. Ich würde gerne Strafen, Suspendierungen, Disziplinarmaßnahmen für bestimmte Verstöße von bestimmten Personen sehen. (...) Fangen wir bei uns selbst an, vielleicht wird dann die Welt um uns herum besser", forderte Domracheva in ihrem Beitrag.
Die viermalige Biathlon-Olympiasiegerin hatte zuletzt mit ihrem Ehemann Ole Einar Björndalen das chinesische Biathlon-Team als Trainerin betreut. Lesser hatte in den letzten Wochen seinen Instagram-Kanal dazu genutzt, ukrainischen Sportlern eine Plattform zu geben und aus dem Krieg in der Ukraine zu berichten.
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Quelle: Eurosport
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