Biathlon: Lisa Vittozzi spricht über lange Leidenszeit und verpasste Titelverteidigung: "Großer Druck und Sorgen"
VonNiklas Bien
Publiziert 16/04/2025 um 16:47 GMT+2 Uhr
Die Biathlon-Saison 2024/25 ist für Lisa Vittozzi im Grunde nicht existent. Eine schwere Rückenverletzung setzte die Italienerin für den kompletten Winter aus dem Gefecht, die Titelverteidigung war für die 30-Jährige damit vom Tisch. Nun hat Vittozzi über ihre Verletzung und die Rolle als Zuschauerin gesprochen. Als sie den Beginn der Saison verpasste, habe sie "großen Druck und Sorgen" gespürt.
Große Emotionen im Ziel: Vittozzi feiert Gesamtweltcupsieg
Quelle: Eurosport
Der Winter 2023/24 war ein besonderer für Lisa Vittozzi. Ein furioser Start, ein sehr solider Jahresabschluss und eine Top-Form zur passenden Zeit bescherten der Italienerin im vergangenen Jahr den Gesamtweltcup.
Die Mission Titelverteidigung endete allerdings, bevor sie richtig begonnen hatte. Eine Rückenverletzung warf die 30-Jährige noch vor dem ersten Weltcup im November aus der Bahn.
"Ich habe es nicht erwartet, weil ich eine sehr gute Vorbereitung hatte und sehr zufrieden war. Und ich hatte mich im Vergleich zum Vorjahr auch verbessert. Also war ich entschlossen, meinen Titel zu verteidigen", sagte Vittozzi bei einem Event des italienischen Verbands.
Nach der eigentlich erfolgreichen Vorbereitung bereitete ihr Rücken unvermittelt Probleme. "Ich hatte zu starke Schmerzen", betonte Vittozzi, die sich in der Konsequenz dafür entschied, die Zeit zur Genesung zu nutzen. Seit Monaten arbeitet sich nun am Comeback.
Vittozzi vermutet zu hohe Belastung
Einfach machte sich die zweifache Weltmeisterin die Entscheidung nicht, mittlerweile zahle sich die Schonung aber aus. "Mein Körper reagiert gut und Stück für Stück merke ich, dass es besser geht und ich ruhiger werde. Am Anfang war das noch nicht so. Damals hatte ich großen Druck und Sorgen", so Vittozzi.
Im letzten Jahr wären solche Schonungsphasen undenkbar gewesen. Möglicherweise ist auch das ein Grund für die plötzlichen Rückenprobleme.
"Letztes Jahr habe ich mit 100 km/h gelebt. Das war vielleicht ein bisschen zu viel und ich habe es zu spät gemerkt", vermutete die Italienerin. Nun wisse sie, "dass man den Signalen des Körpers und Kopfes folgen sollte und sich seinen Raum und Pausen nehmen sollte".
Bis zum kommenden Winter dürfte die Spitzen-Biathletin zurückkehren - möglicherweise gibt es dann den verspäteten Angriff auf den zweiten Gesamtweltcup.
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