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Massenstart über 40 Kilometer in Russland sorgt für Kritik - Sportler kämpfen sich durch Marathon-Distanz
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Publiziert 08/04/2023 um 21:02 GMT+2 Uhr
Im Weltcup verlangen die Massenstart-Rennen den Athletinnen und Athleten mit Distanzen von 12,5 Kilometern (Damen) und 15 Kilometern (Herren) alles ab. Die russischen Biathleten, welche aufgrund Russlands Angriffskrieges gegen die Ukraine von internationalen Wettkämpfen ausgeschlossen sind, wurden im Rahmen ihrer Staatsmeisterschaften jedoch mit einer völlig neuen Realität konfrontiert.
Das neue Massenstart-Format sorgte in Russland für Kritik
Fotocredit: Imago
Ganz in Marathon-Manier mussten die Herren bei den russischen Meisterschaften in Tyumen im Massenstart 40 Kilometer bewältigen, insgesamt achtmal waren die Skijäger am Schießstand gefordert. Auch die Damen erwartete mit 30 Kilometern Distanz eine regelrechte Mammutaufgabe.
Ein Umstand, der für Unmut in den eigenen Reihen sorgte. "So eine lange Distanz mit einer Waffe auf dem Rücken zu laufen, ist für deine Gesundheit ein schwieriges Thema", kritisierte Petr Pashchenko. Zu den neuartigen Anforderungen kam hinzu, dass Temperaturen von rund zehn Grad für äußerst schwierige Schneebedingungen sorgten.
Sieger Nikit Porshnev schlug in dieselbe Kerbe wie sein Landsmann - immerhin dachte er bereits nach acht Kilometern an eine Aufgabe.
"Ich bin dann etwas langsamer gelaufen, weil die anderen nicht näher gekommen sind. Aber das Schießen wurde immer schwieriger", erklärte er in einem Interview mit "MatchTV ".
Verbandspräsident wischt Kritik vom Tisch
Die russische Verbandsführung will von den kritischen Stimmen aber nichts wissen. Vielmehr richtete Präsident Viktor Maygurov den Fokus auf die Athleten und deren Errungenschaft.
"Heute war das Rennen der Stärksten. Es waren schwere Bedingungen, dazu das Ende der Saison, aber großartige Sieger. Sie sind unsere Biathlon-Monster. 40 Kilometer mit dem Gewehr sind wie 50 Kilometer ohne", schwärmte er hinsichtlich der enormen körperlichen Anforderungen.
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