Radsport-Wechsel von Emilien Jacquelin: Frankreichs Nationaltrainer Simon Fourcade fordert "soll Traum voll ausleben"

Emilien Jacquelin wagt ab Mai einen außergewöhnlichen Schritt: Der Biathlet wechselt von der Loipe auf das Rad und fährt für das Entwicklungsteam des Top-Rennstalls Décathlon. Droht der französische Nationaltrainer Simon Fourcade also, einen seiner Top-Athleten zu verlieren? Der 41-Jährige macht sich keine Sorgen. Erstmal sei der Wechsel "nur eine Zwischenstation" - auch mit Blick auf Olympia.

Jacquelin nach Staffel-Gold: "Es gab nur alles oder nichts"

Quelle: Eurosport

"Vereinbart wurde, dass er bis Ende August voll und ganz für das Décathlon-CMA-CGM-Team im Einsatz sein wird. Dann wird er Bilanz ziehen: Entweder er macht weiter und streicht die [Biathlon]-Saison", skizzierte Fourcade den Plan des fünftbesten Biathleten der abgelaufenen Saison.
"Oder er kehrt in die Nationalmannschaft zurück, um die letzten drei Biathlon-Trainingslager zu absolvieren und sich wieder auf das Schießen zu konzentrieren", so der Nationaltrainer im "Nordic Magazine" weiter.
Im Gespräch mit "RMC Sport" hatte Jacquelin zuletzt zugegeben, als Kind vor allem den Radsport geliebt zu haben. Mit dem Wechsel erfüllt sich der 30-Jährige nun einen Kindheitstraum.
"Wenn er Erfolg hat, umso besser: Dann hätte er sich seinen Traum erfüllt oder ihn sogar übertroffen. Sollte er nicht erfolgreich sein, stehen ihm alle Türen offen, und die Rückkehr zum Biathlon wäre kein Problem", sagte Fourcade.

Darum bleibt Fourcade so entspannt

Klar ist: Um die Herausforderung Radsport mit voller Ernsthaftigkeit angehen zu können, muss der Biathlonsport zunächst hinten anstehen. Klar ist aber auch, dass Jacquelin seine körperliche Fitness auch als Radsportler behalten wird.
"Seine körperlichen Voraussetzungen wird er auch durch 9000 bis 10.000 Kilometer Radfahren in den nächsten sechs Monaten nicht verlieren. Er soll seinen Traum voll ausleben und sich ihm mit ganzem Herzen widmen", empfiehlt Fourcade, für den die Episode "nur positiv" sei.
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Emilien Jacquelin wechselt im Training von der Loipe auf das Rennrad

Fotocredit: From Official Website

"Es ist lediglich eine Zwischenstation, denn er peilt 2030 olympisches Gold an. Diese Chance ist da, und er darf sie nicht verpassen", betont der 41-Jährige.
2026 holte Jacquelin in Antholz eine Goldmedaille in der Staffel, einen Einzel-Olympiasieg hat der Top-Biathlet bisher noch nicht erreicht.
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Quelle: Eurosport


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