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Biathlon: Filip Fjeld Andersen aus norwegischem Elite-Kader gestrichen - Kritik an der Kommunikation des Verbands
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Publiziert 11/04/2024 um 22:15 GMT+2 Uhr
Filip Fjeld Andersen ist nach einer Saison zum Vergessen aus dem norwegischen Biathlon-Elite-Kader gestrichen worden. Mit der Entscheidung sei der 24-Jährige zwar "hundertprozentig einverstanden", erklärte er im norwegischen Rundfunk "NRK", die Art und Weise der Kommunikation seitens des norwegischen Verbandes stieß Andersen allerdings sauer auf.
Filip Fjeld Andersen
Fotocredit: Getty Images
"Das Einzige, was ich gehört habe, war ein fünfminütiges Telefonat mit Egil (Nationaltrainer Kristiansen, Anm. d. Red.) am Sonntag. Ansonsten hat der Verband geschwiegen", kritisierte Andersen.
"Ich bin hundertprozentig damit einverstanden, dass ich keinen Platz in der Elite-Mannschaft habe", so der 24-Jährige. Allerdings hätte er dies gerne auf eine andere Art und Weise erfahren, "als nur durch einen Telefonanruf an einem Sonntagabend".
In der Saison 2022/23 war Andersen zu Beginn noch im Weltcup für Norwegen an den Start gegangen. Im Frühjahr 2023 wurde er dann wegen nicht ausreichend guter Leistungen in den zweitklassigen IBU-Cup versetzt. In diesem startete er auch in der Saison 2023/24. Gesundheitliche Probleme erschwerten ihm jedoch dort die Einsätze. Im Sprint kam er in Kontiolahti beispielsweise nur auf Platz 18. Auch deshalb wurde er dann noch weiter nach unten versetzt, in den nationalen Pokal.
"Die Saison war einfach richtig schlecht, um es milde auszudrücken. Es war weit weg von dem, was ich eigentlich erreichen wollte. Es gab eine Menge Frust und viele Rückschläge. Einen nach dem anderen", klagte der 24-Jährige im Gespräch mit dem norwegischen Sender "TV2".
Andersen plagt Ungewissheit
Andersen plage vor allem die Ungewissheit im Biathlon-Sport. Er ordnete ein: "Es ist ein brutales Geschäft. Natürlich ist es freiwillig, aber wir sind auch Menschen. Der Stress und die Belastungen sind hart, sagte er. Es ist kein gewöhnlicher Job, bei dem du einen Arbeitsvertrag bekommst und etwas Außergewöhnliches tun musst, um gefeuert zu werden."
Die enorme Konkurrenz innerhalb des norwegischen Teams macht es nicht einfacher. In der Saison 2023/24 landeten sechs Norweger unter den besten Sieben des Gesamtweltcups. Starter wie Johan-Olav Botn und Vebjörn Sörum, die jeweils Podiumsplatzierungen erliefen, kamen nur selten in der ersten Liga des Biathlons zum Einsatz, da jeder Verband in den meisten Rennen maximal sechs Startplätze hat.
Per Arne Botnan, Manager des norwegischen Teams, entgegnete im Interview mit "NRK", dass man stets auf die psychische Gesundheit der Athleten achte.
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Quelle: Eurosport
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