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Norwegischer Verband fordert nach Gewehr-Zwischenfall um Thierry Langer Regelverschärfung bei Umgang mit Waffen
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Publiziert 30/03/2023 um 15:14 GMT+2 Uhr
Der norwegische Verband fordert von der IBU eine Regelverschärfung im Umgang mit den Waffen. Auslöser ist der Zwischenfall um den Belgier Thierry Langer, der im Januar bei einem Weltcup am Schießstand in seinen Gewehrlauf geschaut hatte. "Wäre ein solcher Vorfall in Norwegen passiert, wäre diese Person aufgrund unserer Regeln ausgeschlossen worden", erklärte Verbandschef Arne Horten dem "NRK".
Thierry Langer am Schießstand auf der Pokljuka
Fotocredit: Eurosport
Der belgische Biathlet hatte in der Mixed-Staffel auf der Pokljuka in den Lauf gepustet und versucht, mit seinem Skistock Eis aus dem Gewehrlauf zu bekommen. Nach Angaben von Langer hatte er das Magazin zuvor aus dem Gewehr genommen. Nach einer Untersuchung wurde der 31-Jährige auch nicht bestraft.
Und das, obwohl laut IBU-Regularien "Bewegungen mit dem Gewehr, die andere oder den Waffenträger gefährden können oder von anderen als gefährlich empfunden werden können, verboten sind".
Der norwegische Biathlonverband (NSSF) werde dem Weltverband daher laut Horten einen Brandbrief schicken, um schärfere und klare Regeln einzufordern.
"Wir schicken diesen Brief, weil sich unsere Athleten fragen, was sie tun, wenn solche Dinge im Fernsehen passieren und wir einen starken Fokus darauf haben. Es ist klar, dass wir niemand zu verlieren haben, und wir müssen die Bedeutung der Sicherheit unterstreichen", so der Verbandsboss.
Bö und Lägreid fordern ebenfalls klare Regeln
In Norwegen ist bereits unmissverständlich geregelt, dass die Waffe immer in Richtung der Scheiben oder nach oben zeigen muss - ansonsten drohen harte Strafen. Auch die norwegischen Biathlon-Stars stimmen ihrem Verband zu. Dominator Johannes Thingnes Bö meinte etwa beim "NRK": "Es muss strenge Regeln für die Waffensicherheit und den Umgang mit Waffen geben."
Sturla Holm Lägreid stimmte zu: "Es ist wichtig, dass die Regeln klar sind. Dass wir alle einen Rahmen haben, an den wir uns halten können, und dass wir uns bewusst sind, was passiert, wenn wir diesen Rahmen sprengen. Wir brauchen einen Rechtsrahmen, der Unfälle verhindert und Situationen wie die von Thierry Langer verhindert."
Teamkollege Johannes Dale betonte zudem: "Eine mündliche Verwarnung hilft uns Athleten nicht, noch einmal nachzuschauen, dann machen wir einfach genauso weiter." Im schlimmsten Fall könne ein solcher Fehler schließlich "fatale Folgen" haben.
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