Vier Wochen vor der WM in Pokljuka unterstrich das deutsche Team eindrucksvoll seine Ambitionen. "Es ist mega geil. Es tut für die ganze Mannschaft so gut. Das saugt jeder auf. Ich fühle mich mega erleichtert", sagte Preuß schon nach dem Staffel-Sieg überglücklich, nachdem sie mit ihren Teamkolleginnen ausgelassen unzählige Siegerfotos geschossen hatte. "Wir waren voll motiviert. Das war eine extrem gute Teamleistung", ergänzte Herrmann: "Da fällt ein Stein vom Herzen."
Nur 24 Stunden später legte die formstarke Preuß mit einem Kraftakt nach. Zwar verpasste die 26-Jährige den zweiten Weltcup-Sieg ihrer Karriere hauchdünn, doch auch nach Platz zwei hinter Julia Simon aus Frankreich strahlte Preuß schnell wieder über das ganze Gesicht: "Ich habe alles probiert, aber ich war zu kaputt. Ich bin froh, dass es so geklappt hat", betonte sie nach ihrem zweiten Einzelpodest des Winters.
Nicht ganz so gut lief am Sonntag der Massenstart der Männer. Erik Lesser vergab beim Sieg des Norwegers Tarjei Bö mit einem Fehler im letzten Schießen die Chance aufs Podest und wurde Achter. Arnd Peiffer belegte nach drei Schießfehlern Rang elf. "Das war leider nur durchschnittlich. Die Laufform passt aber, das ist eine wichtige Basis", sagte der Olympiasieger und bewertete die zwei Wochen von Oberhof als "Auf und Ab".
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Befreiungschlag für DSV-Frauen

Ein Auf und Ab war es zuletzt auch bei den DSV-Frauen. Doch der erste Staffelsieg am Rennsteig seit 2008 und der erste überhaupt nach 708 Tagen war nach Wochen voller Enttäuschungen eine echte Genugtuung - und ein Befreiungsschlag. Frauen-Trainer Florian Steirer sagte stolz:
Da fällt schon sehr vieles ab. Der Sieg ist Balsam für die Seele."
Den Schwung "so gut es geht mitnehmen", lautet die Marschroute von Preuß für die WM und die Generalprobe in Antholz ab kommenden Donnerstag. Herrmann, die 2019 in Canmore mit Hinz beim letzten Staffel-Triumph schon dabei gewesen war, sagte kämpferisch:
Wir haben gesehen, dass wir gut drauf sind und uns nicht verstecken brauchen."
Auch wenn sie zum Abschluss im Massenstart nur 15. wurde, hoffte sie doch, "dass wir für die nächste Zeit eine Menge Euphorie, Energie und Motivation mitnehmen."

Lesser besser als letzte Saison

Dies kann auch Lesser, der sich nach einem schwachen Winter in dieser Saison in guter Form befindet. "Ich bin zu vielem in der Lage, ich bin stärker als in der letzten Saison", sagte der 32-Jährige, der in Oberhof im Sprint Vierter geworden war. Peiffer hatte in diesem Rennen als Dritter überzeugt. Er nehme deshalb "einige positive Erlebnisse" mit nach Antholz und Pokljuka und sei "sehr guter Dinge".
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(SID)

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