Olympia 2026 - Biathlon: Lora Hristova gewinnt sensationell Bronze im Frauen-Einzel - wer ist diese junge Bulgarin?
VonLukas Fegers
Update 12/02/2026 um 16:32 GMT+1 Uhr
Wer ist eigentlich diese junge Bulgarin? Das dachte sich nach dem Olympia-Coup von Lora Hristova auch das deutsche Biathlon-Team. "Ich habe gerade in der Umkleide rumgefragt", erzählte Franziska Preuß laut "Bild" nach dem Frauen-Einzel in Antholz, bei dem Hristova sensationell Bronze gewann: "Und dann hat sie gesagt: 'Das bin ich.' Das ist unangenehm, aber ich habe natürlich gleich gratuliert."
Highlights: Voigt verpasst Bronze knapp - Preuß vergibt Goldchance
Quelle: Eurosport
Beim Einzelrennen über 15 Kilometer hatte Preuß auf Medaillenkurs gelegen, ehe der 31-Jährigen beim abschließenden Stehendschießen mit zwei Fehlern erneut die Nerven versagten.
Ganz anders Hristova: Die 22-Jährige blieb fehlerfrei, traf alle 20 Schüsse - und durfte hinter den Französinnen Julia Simon und Lou Jeanmonnot völlig überraschend über Bronze jubeln.
Auf der Pressekonferenz nach ihrem Sensationserfolg reagierte Hristova gelassen angesichts der ungläubigen Reaktionen auf ihr Podium, das erst zweite der bulgarischen Olympia-Geschichte nach dem Einzel-Gold von Ekaterina Dafovska bei den Winterspielen 1998 in Nagano.
"Ich habe gehört, wie sie miteinander gesprochen und sich gefragt haben, wer das bulgarische Mädchen ist. Mein erster Gedanke war: 'Oh, okay, das bin ich. Das ist leicht zu beantworten'", sagte Hristova der "Bild" zufolge.
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Biathletin Lora Hristova gewann völlig überraschend Bronze im Olympia-Einzel.
Fotocredit: Getty Images
Rösch findet Hristova-Erfolg "erfrischend"
Mit Blick auf das Rätselraten von Preuß und Co. ergänzte die Bulgarin auf der Pressekonferenz: "Als sie fragten, wusste ich in diesem Moment, dass es eine Medaille geworden ist. Denn ich hatte mir die Ergebnisse nicht angesehen."
Eine Olympia-Medaille von Hristova: Damit hatte in Antholz sicherlich kaum jemand gerechnet, auch nicht Eurosport-Experte Michael Rösch. Der 42-Jährige findet es allerdings "erfrischend, so eine junge Athletin da auf dem Podium zu sehen" - und bezeichnet den Erfolg als "ziemlich krass" hinsichtlich ihrer bisherigen Resultate.
Zwar hatte Hristova im Nachwuchsbereich nachgewiesen, dass sie das Potenzial für die Weltspitze hat. So gewann sie beispielsweise 2023 und 2024 bei den Sommerbiathlon-Junioren-Weltmeisterschaften insgesamt viermal Gold. Doch bei den Seniorinnen zeigte die Biathletin noch Luft nach oben.
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Im Olympia-Einzel lieferte Lora Hristova eine medaillenreife Leistung.
Fotocredit: Getty Images
Bei ihrer ersten Olympia-Teilnahme 2022 in Peking wurde die damals 18-Jährige nur 89. im Sprint - gleichbedeutend mit dem letzten Platz. Und im aktuellen Gesamtweltcup rangiert Hristova auf Position 73, landete bei noch keinem einzigen Rennen dieser Saison unter den Top 20.
Hristova lobt deutsche Trainer-Legende Pichler
Dass sie nun in Antholz die Biathlon-Welt überraschte, daran hat derweil eine deutsche Legende der Sportart großen Anteil: Wolfgang Pichler. Seit etwas mehr als einem Jahr fungiert der 71-Jährige als Trainerberater der bulgarischen Nationalmannschaft - und sorgte in dieser Rolle offenbar auch bei Hristova für einen Leistungssprung.
"Von Anfang an habe ich Vertrauen von ihm gespürt", wird Hristova von der "Bild" zitiert. Denn Pichler habe "uns allen Mut gemacht, dass wir bei diesen Olympischen Spielen gute Ergebnisse erzielen können". Mit Erfolg, wie das Frauen-Einzel am Mittwoch eindrucksvoll belegt.
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Quelle: Eurosport
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