Olympia 2026: Deutsche Männer-Staffel verpasst Medaillenränge deutlich - Frankreich schreibt Biathlon-Geschichte
VonThomas Gaber
Update 17/02/2026 um 18:38 GMT+1 Uhr
Die deutsche Biathlon-Staffel der Männer hat im olympischen Rennen in Antholz den vierten Platz belegt. Das Quartett aus Justus Strelow, David Zobel, Philipp Nawrath und Philipp Horn leistete sich insgesamt zwölf Schießfehler und hatte im Ziel einen Rückstand von 1:48,3 Minuten auf Bronze. Olympiasieger wurde Frankreich um Dreifach-Olympiasieger Quentin Fillot Maillet vor Norwegen und Schweden.
Highlights: Franzosen schreiben Olympiageschichte in der Staffel
Quelle: Eurosport
"Die Enttäuschung ist sehr groß. Wir wussten, dass es nicht einfach wird und wir Außenseiter sind. Wir hatten trotzdem große Hoffnungen", sagte Horn zerknirscht. Nach der "besten Traineransprache" von Tobias Reiter sei das Team überzeugt gewesen, "wir rocken das Ding".
Doch daraus wurde nichts. Deutschlands Startläufer Justus Strelow führte das Feld nach dem ersten Schießen an, benötigte stehend aber zwei Nachlader und schickte David Zobel auf Rang drei mit 15,1 Sekunden Rückstand auf Norwegen ins Rennen.
"Ich hatte ein überragendes Material, große Dankeschön an unserer Wachser. Daher konnte ich den Rückstand in Grenzen halten", sagte Strelow in der "ARD".
Zobel räumte anschließend liegend alle Scheiben ab und hielt auch läuferisch gut mit. Beim zweiten Schießen verfehlte er drei Scheiben, konnte die Strafrunde aber gerade noch vermeiden und übergab als Sechster auf Philipp Nawrath (+31,8 s).
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Horn: "Mit drei Nachladern hat man in der Weltspitze nichts verloren"
Quelle: Eurosport
DSV-Team erst mit einer Medaille
"Ich war so unfassbar aufgeregt und habe unfassbar gekämpft beim Stehendschießen. Bei den letzten beiden Scheiben hatte ich viel Glück. Ich hoffe, dass ich die Staffel nicht versaut habe", sagte Zobel.
Nawrath ereilte stehend das gleiche Schicksal wie zuvor Zobel. Auch er ließ drei Scheiben stehen, traf aber alle Nachlader.
Mit knapp 50 Sekunden Rückstand auf die führenden Franzosen übergab er an Schlussläufer Philipp Horn, der sich liegend drei Fehler erlaubte, aber ebenfalls nicht in die Strafrunde musste. Dennoch war mehr als Platz vier nicht drin für das deutsche Quartett.
Damit setzen sich für das Team des Deutschen Skiverbandes (DSV) nach wenig erfreulichen Einzelrennen die Enttäuschungen fort. Bislang gab es nur eine Medaille mit der Mixed-Staffel (Bronze). Die Männer-Staffel blieb nach 1968, 2010 und 2022 zum vierten Mal bei Olympia ohne Medaille.
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Das Quartett aus Frankreich jubelt über den Olympiasieg
Fotocredit: Getty Images
Frankreich erstmals Olympiasieger in der Männer-Staffel
Die siegreichen Franzosen mit Fabien Claude, Emilien Jaquelin, Fillot Maillet und Eric Perrot konnten sich neun Nachlader und sogar eine Strafrunde von Startläufer Claude leisten. Norwegen (0+6/+9,8 Sekunden) und Schweden (0+6/+57,5 Sekunden) benötigten jeweils sechs Nachlader.
Für Frankreich ist es der erste Olympiasieg in der Staffel der Männer. Das gesamte Team der Equipe Tricolore dominiert in Antholz und holte bereits neun Medaillen, darunter vier in Gold.
"Es gab für uns nur das eine Motto: gewinnen oder verlieren. Da kann auch mal eine Strafrunde passieren", sagte Jaquelin, für den es der Olympiasieg war.
Bei den Männern steht am Freitag (14.15 Uhr live bei Eurosport und HBO Max) mit dem Massenstart das letzte Olympia-Rennen statt. Vom DSV sind Nawrath, Zobel und Horn qualifiziert.
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"Nicht von dieser Welt!" Jacquelin-Wahnsinn in der Staffel
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