Olympia 2026 - Biathlon: Franziska Preuß verliert Medaille am Schießstand, Lisa Vittozzi holt Gold in der Verfolgung

Franziska Preuß hat eine Medaille bei den Olympischen Winterspielen von Mailand und Cortina im Biathlon-Stadion von Antholz auch in der Verfolgung verpasst. Die deutsche Hoffnungsträgerin lag zwar bis zum letzten Schießen gut im Rennen, machte dort aber zwei Fehler und wurde Sechste. Zu Gold lief die Italienerin Lisa Vittozzi vor Maren Kirkeeide aus Norwegen und der Finnin Suvi Minkkinen.

Emotionales Gold für Vittozzi - Preuß erlebt neue Enttäuschung

Quelle: Eurosport

Sprint-Olympiasiegerin Kirkeeide war in der Loipe klar schneller als Vittozzi, schoss aber insgesamt drei Fehler und musste sich deshalb der fehlerfreien Italienerin geschlagen geben. Die gewann mit 28,8 Sekunden Vorsprung, die ebenfalls ohne Schießfehler gebliebene Minkkinen kam mit 34,3 Sekunden Rückstand an.
Auf den Plätzen vier und fünf folgten die Französinnen Lou Jeanmonnot (+ 49,4) und Oceane Michelon (+ 57,1), die ihre Medaillenhoffnungen wie die Sechstplatzierte Preuß (+ 1:08,0 Minuten) am Schießstand begraben mussten: Jeanmonnot schoss drei Fehler, Michelon vier und Preuß zwei.
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Nach langer Leidenszeit zu Gold: Vittozzi kommen die Tränen

Quelle: Eurosport

Die aktuell beste deutsche Biathletin will nach dieser Saison - oder sogar bereits direkt nach Olympia, das ist noch offen - ihre Karriere beenden und ist zu den Winterspielen in Italien gereist, um sich dort das letzte große Karriereziel in Form von einer Olympia-Medaille in einem Einzel-Wettkampf zu erfüllen.
Doch nach dem Einzel über 15 Kilometer und dem Sprint hat es auch in der Verfolgung trotz guter Leistungen in der Loipe und bei den ersten Schießen aufgrund von Fehlern beim letzten Stehendanschlag nicht gereicht. Wie schon im Einzel über 15 Kilometer und im Sprint versagten Preuß erneut genau dort die Nerven und vermasselte sich selbst die mögliche Medaille.
"Es ist schon traurig und ich bin down", sagte sie am Eurosport-Mikrofon, nachdem sie zuvor im Zielraum enttäuscht an der Bande gesessen und hinter ihrer Sonnenbrille der erneut verpassten Chance nachgeweint hatte.
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Preuß total frustriert: "Wieder in die Scheiße gegriffen"

Quelle: Eurosport

Nach Platz sieben im Sprint und einem Rückstand von 60 Sekunden zu Kirkeeide schienen die Chancen auf Edelmetall in der Verfolgung schon am Start nicht allzu groß zu sein. Im Rennverlauf aber arbeitete sich Preuß immer weiter vor, lag nach zwei Liegendschießen nur noch 32 Sekunden hinter der Spitze und erreichte das letzte Schießen schließlich inmitten eines Vierkampfes mit Minkkinen, Jeanmonnot und Michelon um Bronze. Dann aber patzte sie gleich doppelt, musste zwei Strafrunden drehen und mit der fehlerfreien Minkkinen lief die Medaille davon.
"Abgesehen von den 30 Sekunden beim letzten Schießen war es ein gutes Rennen. Aber da habe ich wieder richtig in die Scheiße gegriffen und die vorher erarbeitete gute Position wieder hergeschenkt", so Preuß, die auch versuchte, ihre wiederkehrenden Probleme bei gerade der letzten Schießprüfung zu erklären:
"Man will unbedingt so eine scheiß Medaille. Und wenn man dann weiß: Jetzt könnte man’s sich erfüllen, dann steht man so unter Spannung und irgendwie schwimmen mir dann die Felle unterm Körper weg und ich kann den Fokus nicht mehr aufs Zielen bringen."
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Preuß im letzten Schießen geschlagen - Vittozzi stürmt zu Gold

Quelle: Eurosport

Vanessa Voigt (+ 2:19,7) leistete sich ihre ersten drei Fehlschüsse dieser Olympischen Winterspiele und fiel von Rang zwölf auf 19 zurück. Julia Tannheimer (5 Fehler / + 3:23,6) und Selina Grotian (4 / + 3:54,6) kamen nicht in die Top 30.
Nun bleibt Preuß nur noch eine Chance auf die ersehnte Einzelmedaille: der Massenstart am kommenden Samstag (14:15 Uhr live auf Eurosport und HBO Max). Vorher steht am Mittwoch (14:45 Uhr live auf Eurosport und HBO Max) die Staffel an.
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Quelle: Eurosport


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