Olympia 2026 - Biathlon: Emilien Jacquelin versagen die Nerven - Martin Ponsiluoma wird Überraschungs-Olympiasieger

Martin Ponsiluoma hat die Verfolgung der Olympischen Spiele in Antholz gewonnen. Der Schwede setzte sich mit einem fehlerfreien letzten Schießen an die Spitze, weil der bis dahin klar führende Emilien Jacquelin zwei Strafrunden schoss. Der Franzose gewann hinter Ponsiluoma und Sturla Holm Lägreid die Bronzemedaille. Die deutschen Starter hatten mit der Medaillenentscheidung nichts zu tun.

Entscheidung im Verfolger: Jacquelin wirft Gold Ponsiluoma in die Hände

Quelle: Eurosport

Philipp Horn wurde als bester Deutscher Elfter (+2:10,8 Minuten/3 Schießfehler). Schon nach dem durchwachsenen Sprint waren die Medaillen außer Reichweite, das für eine Aufholjagd nötige perfekte Rennen gelang nicht.
Horn blieb vor den Augen von Bayern-Star Joshua Kimmich liegend zweimal fehlerfrei und kam durch Patzer der Konkurrenz zunächst etwas näher an die Führenden heran. Doch mit zwei Strafrunden im ersten Stehendanschlag platzte der Medaillentraum, ehe Horn noch ein weiterer Fehler unterlief.
Philipp Nawrath (6 Strafrunden/+3:11,0 Minuten) als 25., Schnellschütze Justus Strelow (4/+3:35,5 Minuten) mit Platz 30 und David Zobel (5/+4:09,9) auf Position 34 zeigten extrem schwache Rennen.
Die absolute Spitze macht weiter einen deutlich stärkeren Eindruck als die Deutschen, agiert in einer anderen Liga. Ponsiluoma lief mit einer beeindruckenden Aufholjagd mit nur einem Fehler von Rang sieben zu Gold, es war sein erster Sieg seit drei Jahren. Dahinter holte Lägreid (2/+20,6 Sekunden) aus Norwegen mit Silber seine dritte Medaille beim dritten Einzel-Start in Antholz, Bronze ging an Jacquelin (3/+29,7).
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Highlights: Ponsiluoma zweiter Biathlon-Olympiasieger aus Schweden

Quelle: Eurosport

Jacquelin führt bis zum letzten Schießen

Jacquelin führte das Rennen vom ersten Liegendschießen an, als er mit der von ihm gewohnten Schnellfeuereinlage seinen Rückstand aus dem Sprint aufholte. Vor zwei Tagen verpasste er um nur 0,2 Sekunden das Podium und ging in der Verfolgung 16 Sekunden hinter Sprint-Olympiasieger Quentin Fillon Maillet auf die Strecke.
Dieser spielte als Siebter mit fünf Schießfehlern schon frühzeitig keine Rolle mehr. Stattdessen schien sein Landsmann auf dem Weg zur Goldmedaille. Einen Fehler konnte sich Jacquelin beim letzten Schießen erlauben - es wurden zwei.
So zog Ponsiluoma mit einem fehlerfreien letzten Schießen noch vorbei und auch Lägreid, mit dem der Franzose nach dem Sprint noch ein paar Sticheleien austauschte, konnte noch vorbeigehen.
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Turboschießen! Jacquelin hängt am Schießstand in der Verfolgung alle ab

Quelle: Eurosport

Noch bleiben für die Männer zwei Medaillenchancen bei den Olympischen Spielen in Italien. Die Hoffnungen ruhen vor allem auf der Staffel am Dienstag (14:30 Uhr live auf Eurosport und HBO Max), wo auch Ersatzmann Lucas Fratzscher angesichts der durchwachsenen Leistungen der Teamkollegen auf einen Einsatz hofft. Im abschließenden Massenstart am Freitag (14.15 Uhr) sind Horn und Co. wieder nur Außenseiter.
Grund zum Jubeln gab es am Sonntag trotz der bescheidenen Verfolgung: Die deutsche Staffel von Sotschi 2014 mit Daniel Böhm, Arnd Peiffer, Simon Schempp und Erik Lesser erhielt in Antholz nachträglich ihre Goldmedaille. Das Quartett war damals hinter Russland ins Ziel gekommen. Wegen eines Dopingvergehens von Staffel-Teilnehmer Jewgeni Ustjugow rückte Deutschland nach zwölf Jahren des Wartens und Einsprüchen von Ustjugow nun offiziell auf.
(mit SID)
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"Chapeau, Perrot!" Franzose mit großem Fair-Play am Schießstand

Quelle: Eurosport


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