Olympia 2026 - Biathlon: Tommaso Giacomel meldet sich nach Abbruch im Massenstart - Italiener mit "schlimmstem Gefühl"
VonLukas Fegers
Publiziert 21/02/2026 um 15:12 GMT+1 Uhr
Nach dem Olympia-Schock um Tommaso Giacomel hat der italienische Wintersportverband FISI den Grund für die plötzliche Aufgabe des Biathleten genannt. Der 25-Jährige habe "sein Rennen abgebrochen, weil er Schmerzen an der Seite hatte, die verhinderten, dass er richtig atmen konnte", hieß es in einer kurzen Pressemitteilung am Freitag. Am Abend meldete sich Giacomel schließlich selbst zu Wort.
"Das ist ein Schock": Giacomel steigt im Massenstart plötzlich aus
Quelle: Eurosport
Giacomel, für den die heimischen Winterspiele fernab der Mixed-Staffel zuvor wenig erfolgreich verlaufen waren, konnte beim abschließenden Massenstart zunächst überzeugen.
Bei den ersten beiden Stationen am Schießstand war der Italiener fehlerlos geblieben und daraufhin als Führender in die Loipe gegangen. Dann aber folgten besorgniserregende Momente.
Innerhalb kürzester Zeit fiel Giacomel zurück, lag bei der nächsten Zwischenzeit plötzlich eine halbe Minute hinter der Spitze. Als er an einem Betreuer des italienischen Teams vorbeilief, zeigte er mit der Hand in Richtung seines Herzens.
Schließlich drosselte Giacomel sein Tempo völlig, stoppte und brach das Rennen vorzeitig ab. Betreuer und Sanitäter eilten umgehend herbei.
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Verband gibt vorerst Entwarnung
Was genau zu seinen Schmerzen führte, ist bislang unklar. Wie der italienische Verband einige Stunden später wissen ließ, sei der Trentiner in der Zwischenzeit einigen Untersuchungen unterzogen worden.
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Tommaso Giacomel beim Massenstart der Herren bei Olympia 2026
Fotocredit: Getty Images
Demnach sei Giacomel in eine in der Nähe der Wettkampfstätte eingerichteten Klinik gebracht worden und dort mithilfe eines Ultraschalls und eines Elektrokardiogramms (EKG) untersucht worden. "Diese haben mögliche Komplikationen ausgeschlossen", hieß es in der Pressemitteilung.
Mittlerweile stieß der Italiener wieder zu seinem Team.
Giacomel: "Schlimmstes Gefühl in meinem Leben"
Am Abend meldete sich Giacomel schließlich via Instagram zu Wort und gab einen Einblick in jene bangen Momente in der Loipe.
"Ich bin okay - falls man das so sagen kann, nachdem ich aufgeben musste, als ich bei Olympia geführt habe", schrieb er zu einem Bild, das ihn auf einem Krankenbett zeigt. "Nach dem zweiten Schießen hat mein Körper einfach aufgehört richtig zu funktionieren und ich hatte große Schwierigkeiten zu atmen und mich zu bewegen."
Widerwillig musste der Azzurro abbrechen. "Das ist das schlimmste Gefühl meines Lebens", so Giacomel weiter. Zwar habe er versucht langsamer zu laufen, eine Besserung habe sich jedoch nicht abgezeichnet.
"Gerade geht mir viel durch den Kopf: Frust, Wut und Enttäuschung. Das ist verheerend, aber ich kam nicht gegen meinen Körper an", so Giacomel. "Das ist nicht das Ende, das ich mir für diese Spiele erhofft hatte. Vier Jahre vergehen schnell, bei den Spielen in Frankreich werde ich wieder angreifen."
An den kommenden Tagen werde er noch weitere medizinische Tests absolvieren, "um herauszufinden, was falsch gelaufen ist."
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Quelle: Eurosport
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