Olympia 2026 - Biathlon: Sturla Holm Lägreid bereut Geständnis nach Einzel-Bronze - "War in meiner eigenen Welt"
VonLukas Fegers
Update 11/02/2026 um 10:51 GMT+1 Uhr
Biathlet Sturla Holm Lägreid bereut den Zeitpunkt seines aufsehenerregenden Fremdgeh-Geständnisses bei den Olympischen Winterspielen. "Ich war ein bisschen in meiner eigenen Welt", sagte der Norweger, der nach Bronze im Einzel vor laufenden TV-Kameras gebeichtet hatte, untreu gewesen zu sein. "Ich hoffe, dass ich Johan nicht den Tag verdorben habe", betonte Lägreid später vor norwegischen Medien.
"Will alles versuchen, sie zurückzugewinnen": Lägreid erklärt sich
Quelle: Eurosport
Eigentlich hätte es der große Tag des Johan-Olav Botn sein sollen. Nach der Tragödie um seinen Kumpel Sivert Guttorm Bakken, den er unmittelbar vor Weihnachten tot in einem Hotelzimmer aufgefunden hatte, markierte der Einzel-Olympiasieg des 26-Jährigen in Antholz einen frühen emotionalen Höhepunkt dieser Winterspiele.
Doch nur wenige Minuten nach seinem herausragenden und bewegenden Erfolg rückte dieser plötzlich in den Hintergrund, weil sein norwegischer Teamkollege Lägreid sehr pikante Details aus seinem Privatleben ausplauderte.
Das Seitensprung-Geständnis des 28-Jährigen live im norwegischen Rundfunk "NRK" verbreitete sich in Antholz wie ein Lauffeuer. Nachdem Lägreid auf der Pressekonferenz dann mehrere Fragen zu seiner Aktion beantwortet hatte, wandte er sich an Botn.
"Ich will dir heute nicht die Show stehlen", sagte der Gesamtweltcupsieger der Vorsaison auf der PK entschuldigend. Er hoffe, "dass es nur die nächsten ein, zwei Tage ein Thema ist", Botns Goldmedaille dagegen sei "für immer".
Dass er für den Zeitpunkt seiner pikanten Aussagen sowie die Art und Weise in der Kritik steht, verstehe er "sehr gut. Und ich sehe es jetzt selbst im Nachhinein ein", ergänzte er schließlich vor norwegischen Medien.
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Sturla Holm Lägreid ärgert sich über den Zeitpunkt seines Fremdgeh-Geständnisses.
Fotocredit: Getty Images
Botn "nicht hier für Schlagzeilen"
Olympiasieger Botn ließ sich zumindest äußerlich keinen Ärger anmerken. "Sturla kann in der Mixed Zone tun, was er will. Ich entscheide nicht, worüber er sprechen möchte", sagte Botn.
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Für ihn sei es "in erster Linie ein persönlicher und emotionaler Sieg für mich selbst". Er sei "nicht hier, um so viele Schlagzeilen wie möglich zu machen".
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Botn exklusiv: "Es war eine emotionale letzte Runde"
Quelle: Eurosport
Bö kritisiert "reuigen Jungen" Lägreid
Während sich der glückliche Gewinner offensichtlich auf seinen größten Karriereerfolg fokussiert, schoss sich Johannes Thingnes Bö auf den Bronzemedaillengewinner ein.
"Das kam sehr überraschend. Es war eine falsche Handlung, wir sahen einen reuigen Jungen, der dort stand", sagte der zurückgetretene Rekordweltmeister und heutige "NRK"-Experte über Lägreid.
Sowohl die Zeit als auch der Ort und das Timing seien "leider völlig falsch. Bei Sturla liegen die Gefühle offen zutage. Er kann sie nicht verbergen", führte Bö weiter aus.
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"Für Bakken!" Botn widmet Gold verstorbenem Teamkollege
Quelle: Eurosport
Lägreids Ex-Freundin meldet sich zu Wort
Wenig Verständnis für Lägreids Liebesschwur zeigt auch dessen Ex-Freundin, die anonym bleiben will. "Das ist schwer zu verzeihen", sagte sie der norwegischen Tageszeitung "Verdens Gang" über die Untreue des Biathleten, "selbst nach einer Liebeserklärung vor der ganzen Welt".
Den Seitensprung hatte Lägreid der "Liebe seines Lebens", die er seit sechs Monaten kennt, erst vor einer Woche gestanden. Daraufhin trennte sich diese von ihm.
"Ich habe mir nicht ausgesucht, in dieser Position zu sein", sagte die Frau, "und es ist schwer zu ertragen. Wir hatten Kontakt und er kennt meine Meinung dazu."
Bö über Botn-Erfolg: "Eine der größten Leistungen"
Ganz anders klangen derweil die Worte, die Biathlon-Ikone Bö in Richtung Botn äußerte. Was dieser in den vergangenen anderthalb Monaten durchgemacht habe, könne "keiner von uns nachvollziehen", sagte Bö und lobte: "Was er heute erreicht hat, ist eine der größten Leistungen, die wir im norwegischen Wintersport je gesehen haben."
Für die Norweger sei "eine Goldmedaille eine Sache. Aber eine andere Sache ist das Gefühl, wenn man an Sivert denkt", sagte derweil Olympiasieger Botn: "Und ich glaube, jeder im Team hofft einfach, dass er stolz auf das ist, was wir getan und erreicht haben."
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(mit SID)
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Medaillenjagd auf der Langstrecke: Einzel-Highlights aus Antholz
Quelle: Eurosport
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